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Durchbruch bei den GaLaBau-Tarifen: 2,7 Prozent Lohnerhöhung ab August 2006

Nach über 39 Monaten Verhandlungsdauer erzielten die Tarifvertragsparteien im Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau am 5. Juli den Durchbruch bei den Tarifverhandlungen. Beschlossene Sache ist nun die Einführung der Jahresarbeitszeit und eine Erhöhung der Vergütungen.

Nach Pressemeldung kamen die Tarifpartner Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL) und die Gewerkschaft IG Bauen Agrar Umwelt (IG BAU) überein, ab 1. August 2006 die Löhne, Gehälter und Auszubildendenvergütungen um 2,7 Prozent zu erhöhen.

Ebenfalls vom Grundsatz her in trockenen Tüchern ist die Entscheidung, zum 1. April 2007 eine Jahresarbeitszeit mit Insolvenzschutz und verstetigtem Monatslohn einzuführen. Kern dieser Jahresarbeitszeitregelung ist die Möglichkeit, in festgesetzten Grenzen Mehr- (und Minderstunden) in einem Arbeitszeitkonto zu verwalten. Ausgeglichen werden sollen die Arbeitszeitkonten einmal im Jahr, wobei Mehrstunden dann mit dem normalen Überstundenzuschlag berechnet würden. Der Zwölfmonatszeitraum innerhalb der Jahresarbeitszeit wurde vom 1. April bis zum 31. März des Folgejahres festgelegt. Noch gebe es hier aber eine Reihe von Details zu klären. Um vor Beginn der neuen Regelung die Betriebe und Arbeitnehmer umfassend informieren zu können, starte die neue Regelung mit Beginn der kommenden Saison im April 2007. Verpflichtet haben sich die Tarifvertragsparteien, alle erforderlichen tarifvertraglichen Änderungen zur Umsetzung der neuen gesetzlichen Grundlagen der Winterbeschäftigung (witterungsbedingtes Saisonkurzarbeitergeld) bis zum 31. Dezember 2006 zu vereinbaren. Für den Winter 2006/2007 haben sich die Tarifvertragsparteien auf die Fortgeltung der alten Schlechtwettergeldregelung geeinigt.