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Dynamische Klimaregelstrategien

Moderne Programme zur Heizungssteuerung im Gewächshaus haben durchaus das Potenzial, zehn bis 20 Prozent der Heizenergie zu sparen. Dies kann ohne negative Effekte wie Kulturzeitverlängerung bleiben und verursacht eher geringe Investitionskosten. Allerdings seien betriebs- und kulturbedingte Anpassungen an entsprechende Programme nötig.Dr. Dirk Ludolph von der LVG Hannover-Ahlem erwähnte dies bei seinem Heidelberger Vortrag über "Dynamische Klimaregelstrategien". Neben statischen Regelstrategien mit festen Sollwerten - hierzu zählen auch bekannte Strategien wie "Negative Temperaturdifferenz" und "Cool morning" - kommen dynamische Strategien auf. Bei ihnen passen sich die Sollwerte den anderen Faktoren an.Aus der Palette der von Ludolph angesprochenen Klimaregelstrategien fürs Gewächshaus gelten die "Außentemperaturabhängige Regelung" sowie das System "IntelliGrow" als besonders komplex. Das erstgenannten Verfahren nutzt das Langzeitgedächtnis der Pflanzen, vergleichbar mit der mehrtägigen Temperatursummenregelung. Abhängig von der Differenz zur jeweiligen Außentemperatur wird der Heizungssollwert in bestimmten Grenzen angehoben oder abgesenkt. Das von der Sächsischen Landesanstalt für Landwirtschaft mit entwickelte Verfahren ist beispielsweise bei einem Klimacomputerprogramm von RAM berücksichtigt. Wie die beiden Systeme in einzelnen funktionieren, lesen Sie in der TASPO 27/06.