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EHEC-Epidemie: "Es sind die Sprossen"– Warnung vor Gurken, Tomaten und Salat aufgehoben

„Es sind die Sprossen“ – dieses Zitat von heute morgen des Präsidenten des Robert-Koch-Instituts (RKI), Reinhard Burger, ist aktuell in den Nachrichten und zahlreichen online-Diensten zu finden. Die wegen der EHEC-Epidemie geltende Warnung vor dem Verzehr roher Tomaten, Gurken und Blattsalate ist wieder aufgehoben worden, berichtet dazu beispielsweise der Nachrichten-/Dokumentations-Sender Phoenix.

Nach Angaben des Robert-Koch-Institutes sei die EHEC-Epidemie mit großer Wahrscheinlichkeit auf Sprossen zurückzuführen. Hintergrund seien verdichtete Hinweise, die einen Zusammenhang zwischen EHEC-Infektionen und einem Sprossen-Hersteller im niedersächsischen Bienenbüttel in Niedersachsen immer wahrscheinlicher erscheinen ließen, sagten die Gesundheitsbehörden.

Ein Labornachweis des EHEC-Erregers auf Sprossen sei aber noch nicht gelungen. Die Warnung an die Verbraucher Sprossen weiterhin keinesfalls roh verzehren, bleibt nach Angaben des Präsidenten des Bundesinstituts für Risikobewertung, Andreas Hensel, bestehen.

Auch sollten alle Vorräte an Sprossen oder anderen Lebensmitteln entsorgt werden, die aus dem Bio-Betrieb Gärtnerhof im niedersächsischen Bienenbüttel stammten, sagte Hensel. Die Rückverfolgung von Warenströmen habe in vielen Krankheitsfällen zu dem gesperrten Gartenbaubetrieb im Landkreis Uelzen geführt.

Wiederholt zeigte sich Gesundheitsminister Daniel Bahr optimistisch, dass die Epidemie in Deutschland bald überstanden sei. Noch könne keine Entwarnung gegeben werden, doch die Zahl der Neuinfektionen ginge weiter zurück. Dies bestätigte auch das Robert-Koch-Instituts.

Allgemein entspanne sich nach Aussage von RKI-Präsident Burger die Lage. Die Zahlen an EHEC-Neuerkrankungen würden zurückgehen. Notaufnahmen registrierten deutlich weniger neue Patienten mit blutigen Durchfällen, hieß es. Dennoch sei der Ausbruch noch nicht vorbei, so Burger.