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Eichenprozessionsspinner: Brandenburg startet Bekämpfung

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In Brandenburg ist heute offiziell der Startschuss für die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners gefallen. Forstminister Jörg Vogelsänger hat dazu im Landkreis Teltow-Fläming das „Go“ gegeben, dem Schädling via Hubschraubern mit dem Insektizid Dipel ES zu Leibe zu rücken. Kostenpunkt der diesjährigen Bekämpfungsaktion: rund 125.000 Euro.

Raupen des Eichenprozessionsspinners. Foto: Stefan Franz/Fotolia

Rund 460 Hektar Wald in den Landkreisen Teltow-Fläming, Havelland, Ostprignitz-Ruppin und Prignitz sind Ziel der jetzt gestarteten Bekämpfungsmaßnahmen. Diese sollen voraussichtlich nach einer Woche abgeschlossen sein. Grundlage war ein intensives Monitoring durch den Landesbetrieb Forst Brandenburg.

Raupen des Eichenprozessionsspinners verursachen massive Fraßschäden und allergische Reaktionen

„Nach gründlicher Abwägung, auch der ökologischen Konsequenzen, ist eine Bekämpfung der Schadinsekten mit Insektiziden erforderlich, um massive Fraßschäden und damit ein großflächiges Absterben der Bäume zu verhindern und Menschen gesundheitlich nicht zu gefährden“, machte der brandenburgische Forstminister deutlich. Beim Menschen können die Brennhaare der Eichenprozessionsspinner-Raupen zum Teil heftige allergische Reaktionen verursachen.

Zur Bekämpfung der gefräßigen Raupen setzt das Land Brandenburg auf das selektiv wirkende Insektizid Dipel ES. Die vom Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit genehmigte Ausbringung per Hubschrauber geschieht nur bei optimaler Witterung – Regen oder starker Wind führen zum sofortigen Stopp der Bekämpfungsmaßnahmen, wie das Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft des Landes Brandenburg mitteilt.

Eichenprozessionsspinner: Raupen schon im letzten Jahr aus der Luft bekämpft

Bereits im vergangenen Jahr war Brandenburg den gefürchteten Raupen des Eichenprozessionsspinners mit Dipel ES – ausgebracht mit Hubschraubern aus der Luft oder mit Sprühkanonen vom Boden aus – zu Leibe gerückt. Rund 1,3 Millionen Euro hatte der Einsatz damals gekostet, um eine Fläche von insgesamt 3.000 Hektar sowie weitere 24.000 Einzelbäume an Straßen und Autobahnen zu behandeln.

Wo ein Einsatz von Dipel ES oder anderen Bioziden nicht möglich war, wurden die Raupen und deren Nester mechanisch, etwa durch Absaugen, entfernt. Analog will das Land Brandenburg auch in diesem Jahr bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners vorgehen.

Weitere Informationen zu den diesjährigen Bekämpfungsmaßnahmen gibt es auf der Webseite des Landesbetriebs Forst Brandenburg.