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Eichenprozessionsspinner: neue Arbeitsgruppe stimmt Bekämpfungsmaßnahmen ab

Eine neu gebildete Arbeitsgruppe aus Vertretern mehrerer Ministerien, Landkreise und Kommunen sowie Experten hat Ende September in Potsdam die Maßnahmen zur weiteren Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners abgestimmt, informiert das Brandenburger Landwirtschaftsministerium. Einig waren sich demnach alle Teilnehmer, dass der Einsatz von Insektiziden auch weiterhin zur Bekämpfung notwendig sei. 

Dieser müsse auch zukünftig unter Leitung des Forstministeriums flächendeckend und koordiniert erfolgen. Insektizide wurden in den vergangenen Jahren im Wald vor allem dort ausgebracht, wo wiederholter, starker Kahlfraß verhindert werden sollte. 2012 sei dies insgesamt auf 770 Hektar Eichenwald der Fall gewesen. Daneben haben einige Landkreise, Städte und Gemeinden und auch der Landesbetrieb Straßenwesen auf ihrem Gebiet befallene Eichen zur Vermeidung von erheblichen Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung aus der Luft und vom Boden aus behandeln lassen.

Als erfolgreich habe sich nach Ansicht der Arbeitsgruppe der Einsatz mit Bacillus thuringensis herausgestellt. Der Wirkstoff wird lediglich von den die Eichenblätter fressenden Raupen aufgenommen und ist besonders umweltschonend. Zudem sei der Wirkstoff nach Expertenmeinung auch für den Menschen mit wenigen Risiken verbunden. Dies war nicht zuletzt ein wichtiger Aspekt bei der Abwägung der Ordnungsbehörden, dieses Mittel zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners im Siedlungsgebiet einzusetzen.

Zudem sollen in Zusammenarbeit mit den zuständigen Bundesbehörden rechtzeitig vor der Entwicklung einer neuen Eichenprozessionsspinner-Generation die rechtlichen Voraussetzungen zur Bekämpfung verbessert werden. Über die Ergebnisse soll anlässlich der nächsten Sitzung im November informiert werden. (ts)