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Eichenschädling: Dipel ES nun als Biozid einsetzbar

Das Bacillus thuringiensis-Präparat Dipel ES, mit dem Eichenprozessionsspinner bekämpft werden können, hat jetzt von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) eine vorläufige Zulassung gemäß § 12c Absatz 1 Chemikaliengesetz als Biozid bekommen. 

Raupen des Eichenprozessionsspinners. Foto: Regierung von Niederbayern

Eiko Leitsch, Vizepräsident des Bundesverbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau (BGL), äußerte sich dazu erleichtert: „Auf diesen Zulassungsbescheid für den Einsatz von Dipel ES als Biozid haben unsere Baumpflegebetriebe, die mit ihren Fachkräften den Eichenprozessionsspinner in vielen betroffenen Städten bekämpfen, lange gewartet. Jetzt kann die Bekämpfung richtig losgehen, bevor die Schädlinge erneut ihre Brennhaare ausbilden, denn diese können beim Menschen starke Hautreaktionen auslösen. Endlich haben wir einen rechtssicheren Zulassungsbescheid für einen wirksamen Gesundheitsschutz.“

Die vorläufige Zulassung als Biozid endet am 30. April 2016. Dipel ES besitzt für folgende Bereiche eine Zulassung:

  • Flächen für die Allgemeinheit und private Grundstücke mit hohem Baumbestand;
  • Alleen;
  • Waldränder angrenzend an Siedlungsbereiche.

Mit dieser Zulassung als Biozid ist laut BGL nun in einem weiten Anwendungsbereich die Bekämpfung von Schmetterlingsraupen, zu denen auch der Eichenprozessionsspinner zählt, möglich. Baumpflegebetriebe setzen dazu bevorzugt Spritzgeräte vom Boden aus ein. (bgl/hlw)