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Pflanzenschutz: Bundesregierung hat Aktionsplan beschlossen

Die Bundesregierung hat am 10. April den Nationalen Aktionsplan zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln (NAP) beschlossen. Er ist das Ergebnis vielfältiger Diskussionen in den letzen Jahren, an denen sich auch der Zentralverband Gartenbau (ZVG) intensiv beteiligte. Der NAP ist darüber hinaus Teil der Umsetzung der Pflanzenschutz-Rahmenrichtlinie der Europäischen Union (Artikel 4 Absatz 1 der Richtlinie 2009/128/EG) und wird alle fünf Jahre überprüft.

Der Zentralverband Gartenbau unterstützt nach eigenen Angaben das Ziel des NAP, die Risiken, die mit der Anwendung von Pflanzenschutzmitteln verbunden sein können, weiter zu mindern. ZVG-Präsident Jürgen Mertz betont, dass der Gartenbau sich in diesem Sinne in der Umsetzung der Maßnahmen im Berufsstand engagiert. Er verweist dabei besonders auf den nachhaltigen und integrierten Anbau und den Nützlingseinsatz im gesamten Gartenbau.

Nachhaltiger Pflanzenschutz beinhaltet aber auch, so Mertz, bei der Auswahl der Pflanzenschutzstrategien wirtschaftliche und sozioökonomische Aspekte zu beachten. Wichtig sei die besondere Bedeutung der Offizialberatung, denn die Umsetzung des NAP werde vor allem mit vielfältiger Unterstützung und Begleitung durch die Beratung gelingen. Mertz appelliert daher an die Länder, dieses Instrument auszubauen und zu fördern. (zvg/ts)