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Eigenanteil für Betriebshilfe

Wer nach einem Arbeitsunfall von der Gartenbau-Berufsgenossenschaft Betriebs- oder Haushaltshilfe erhält, hat nach Angaben der Sozialversicherung Gartenbau seit dem 1.Januar 2006 einen Eigenanteil zu zahlen. Denn durch das Verwaltungsvereinfachungsgesetz seien alle landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaften - und damit auch die des Gartenbaus - dazu verpflichtet worden, für die in der Satzung festgelegten Mehrleistungen der Betriebs- und Haushaltshilfe eine Selbstbeteiligung einzuführen. Betroffen hiervon sei vor allem der Einsatz von Ersatzkräften aus Anlass einer ambulanten Behandlung der Unfallfolgen. Bei der Inanspruchnahme von Betriebshilfe während der stationären Behandlung sei eine Beteiligung an den Kosten vorgeschrieben, wenn im Unternehmen mitarbeitende Familienangehörige oder familienfremde Arbeitskräfte ständig beschäftigt werden. Ziel des Gesetzgebers ist es, die finanziellen Belastungen der Solidargemeinschaft in Grenzen zu halten.

Der Eigenanteil beträgt den Angaben zufolge zehn Prozent der von der Berufsgenossenschaft täglich für die Leistung der Betriebs- und Haushaltshilfe aufzuwendenden Kosten. Er beläuft sich je Einsatztag aber auf mindestens fünf und höchstens zehn Euro. Eine Zuzahlung zu den Kosten für Betriebs- und Haushaltshilfe der Krankenkasse beim Ausfall des Unternehmers oder seines Ehegatten ist nach Angaben der Sozialversicherung Gartenbau auch weiterhin nicht vorgesehen. Bei der Betriebs- und Haushaltshilfe durch die Alterskasse bleibt es bei der Eigenbeteiligung nur für den Ersatzkrafteinsatz nach Todesfällen.