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Eignung von Böden: Ton und Grobkies "sehr schlecht"

Ton und Grobkies sind sehr schlechte Bodenarten für Friedhöfe. Aber auch Böden aus Feinschluff, Mittelschluff, Feinkies und Mittelkies führen zu Problemen bei Erdbestattungen. Darauf wies Professor Dr. Gerhard Richter bei seinem Vortrag über Friedhofsentwicklungsplanung in Heidelberg hin. Missstände bei den Standortverhältnissen zählen in manchen Gemeinden zu den Gründen, solche Entwicklungsplanungen in Auftrag zu geben. Alles Extreme ist ungünstig, wenn es um die Eignung von Böden für die Erdbestattung geht. Dies gilt für den besonders feinkörnigen Ton (Korngröße unter 0,002 Millimeter) ebenso wie für den überaus grobkörnigen Kies im Korngrößenbereich von über sechs Millimeter. Während beim Tonboden die Durchlüftung überaus gering ist und die Verwesung sehr langsam erfolgt, ist beim Kiesboden das andere Extrem nachteilig: Allzu gute Durchlüftung und zu rasche Verwesung führen hier zu sehr hoher Kontaminationsgefahr; Abbaustoffe werden vom Boden kaum zurückgehalten und gelangen teilweise ins Grundwasser. Als "sehr gut" geeignet bewertet Richter den Feinsand (Korngrößen 0,06 bis 0,2 Millimeter) und den Mittelsand (0,2 bis 0,6 Millimeter). Rasche Verwesung aufgrund der guten Durchlüftung ist hierbei mit geringer oder sehr geringer Kontaminationsgefahr kombiniert. Grobschluff (0,02 bis 0,06 Millimeter) und Grobsand (0,6 bis zwei Millimeter) wurden als "gut" bewertet.