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EILO-Award 2013: Leipziger Raumbegrüner gehört zu Europas Besten

Wenn 30 der besten Raumbegrüner Europas zum Wettbewerb antreten, bekommt man Spektakuläres zu sehen – aber nur drei können in jeder Kategorie gewinnen. Der einzige Deutsche unter den Gewinnern des EILO-Awards 2013 ist Jens Naumann aus Leipzig, Mitglied im Verbund „die Raumbegrüner“. 

Auf zwölf Quadratmetern schuf er im ersten Stock eines Wohnhauses eine lebende Insel, die die Optik ebenso wie das Klima des Hauses bereichert.

Die Konkurrenz war groß, als die „European Interior Landscaping Organisation“ (EILO) den EILO-Award ausrief, führt der Verbund „die Raumbegrüner“ aus. Seit 2010 fungiert der Verband EILO als Plattform für Wissen, Entwicklung, Weiterbildung und Forschung rund um das Leben mit Pflanzen im Raum.

Jährlich versammelt der EILO-Kongress in Amsterdam hunderte Experten mindestens 20 verschiedener Nationen, aus Ungarn, Bulgarien und Slowenien ebenso wie aus den Vereinigten Arabischen Emiraten und den USA. Sie beschreiben den Aufbau großer Grünanlagen in Häusern, Banken oder Hotels von Abu Dhabi bis Schweden – in vielen der Länder gilt Raumbegrünung längst als wesentlicher Wirtschaftsfaktor.

Der jüngste EILO-Kongress im November kürte die Sieger des EILO-Awards in drei Kategorien von unter 10.000, 10.000 bis 25.000 und über 25.000 Euro Investition.

In der mittleren Kategorie – Projekte zwischen 10.000 und 25.000 Euro – wurden Raumbegrüner aus Belgien, Schweden und Jens Naumann aus Leipzig ausgezeichnet. In Belgien hat das Team von Any Green im Unternehmen Biocartis grüne Oasen in der organischen Form von Zellen geschaffen, die zum Kerngeschäft des Medizin-Entwicklers passen. Bei Gaia in Schweden, einem Hersteller beispielsweise von kompostierbarem Besteck und Geschirr, haben die Raumbegrüner von Floristola den Gedanken der Nachhaltigkeit mit lebenden Pflanzen von Foyer bis Kantine erlebbar gemacht.

Im thüringischen Kahla schließlich wollte ein weit gereistes Paar in seinem Passiv-Energie-Haus bei neuestem Stand der Technik nicht auf Natur verzichten und hatte der Liebe zu Pflanzen schon bei der Planung viel Platz eingeräumt, so der Verbund „die Raumbegrüner“ zum Projekt des Gewinners der Kategorie. Über dem Atrium im ersten Stock bietet ein Oberlicht mit automatischer Belüftung perfekte Wachstumsbedingungen.

Mit Ficus nitida, der chinesischen Tempelfeige, wählten Jens Naumann und der Auftraggeber als dominierendes Element eine langsam wachsende Gummibaumart, von der drei Solitärexemplare von bis zu drei Meter Höhe ins Obergeschoss zu transportieren waren. Eine vollautomatische Bewässerung sorgt für gesundes Wachstum der Pflanzen, die ihrerseits durch Photosynthese und Verdunstung das Raumklima messbar und spürbar verbessern.

Die Gewinner des EILO-Awards sind:

  • Kategorie 1 (Wert bis 10.000 Euro): Sanoma von Any Green, Belgien;
  • Kategorie 2 (Wert von 10.000 bis 25.000 Euro): Wohnhaus in Kahla von Gärtnerei Naumann in Leipzig, Deutschland;
  • Kategorie 3 (Wert über 25.000 Euro): Avatar von Creaplant AG, Schweiz. (ts)