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Ein-Euro-Jobs in der Privatwirtschaft nur gegen Gebühr

Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) hält trotz Kritik von der Regierungskoalition an seinem Vorschlag fest, Langzeitarbeitslose im Rahmen der Ein-Euro-Jobs an Privatbetriebe im ersten Arbeitsmarkt zu verleihen. Das meldet die Frankfurter Allgemeine Zeitung in ihrer Ausgabe vom 11. Januar 2005. Der DIHK sieht darin eine Chance für Langzeitarbeitslose nach dieser „Schnupperphase“ mit Hilfe von Lohnkostenzuschüssen eine feste Anstellung im ersten Arbeitsmarkt zu bekommen. SPD und Grüne lehnen diesen Vorstoß ab, um einem Lohndumping nicht den Weg zu ebnen. Die Entscheidung über die Zusatzjobs liege bei den örtlichen Arbeitsagenturen, Beschäftigungen in privaten Unternehmen seien in der Regel nicht gemeinnützig und daher nicht zulässig, zitiert das Blatt einen Sprecher des Bundeswirtschaftsministeriums. Denn bislang gelten für Ein-Euro-Jobs die Kriterien, dass sie zusätzlich und gemeinnützig sein müssen, um reguläre Beschäftigungsverhältnisse nicht zu gefährden. Diese Beschränkungen möchte der DIHK aufweichen, um auch in der Privatwirtschaft diese Arbeitsgelegenheiten anbieten zu können.