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Ein-Euro-Jobs: ZVG hegt Befürchtungen

Mit unveränderter Heftigkeit diskutiert wird um den Einsatz von Ein-Euro-Jobs in der privaten Wirtschaft, wobei das für März 2005 angesagte Modell Sachsen-Anhalts im Bereich des Gartenbaus den Mittelpunkt bildet. Während der Deutsche Industrie- und Handelskammertag (DIHK) an diesem Vorschlag festhält (Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 10. Januar 2005), mehren sich die Kritiken sowohl aus den Reihen der rot-grünen Koalition als auch durch den Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH), der die Pläne der sachsen-anhaltinischen Landesregierung als „ordnungspolitischen Sündenfall ersten Ranges“ ablehnt. Heftiger Widerstand kommt auch aus den Reihen des Berufsstandes. So äußerte die stellvertretende Generalsekretärin des Zentralverbandes Gartenbau (ZVG), Romana Hoffmann, gegenüber der TASPO auf Befragen, es gebe in den Bereichen Dienstleistungs-Gartenbau, Garten- und Landschaftsbau oder Friedhofsgartenbau durchaus Befürchtungen, dass Aufträge, wie zum Beispiel für Pflegearbeiten, die an Firmen der oben genannten Bereiche vergeben wurden, jetzt auf der Basis Ein-Euro-Job wieder vom öffentlichen Dienst übernommen würden. Zumal es Kommunen sicher leichter hätten, ein öffentliches Interesse zu begründen, als jede Privatfirma. So gebe es beim ZVG doch erhebliche Bedenken, dass sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze des ersten Arbeitsmarktes zerstört würden.