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Ein Gong fürs Grab: Friedhofsgärtner zeigen auf der IPM ungewöhnliche Grabgestaltungen

„Das ist schön. Außergewöhnlich schön“, sagt ein Messebesucher, holt seine Kamera aus der Tasche und macht ein Foto. Wie ihm ging es vielen anderen, die am experimentellen Urnengrab am Stand der Friedhofsgärtner (Halle 1 A) auf der IPM 2014 vorbei gingen. Gestaltet hat es Oliver Weygold, amtierender deutscher Meister der jungen Friedhofsgärtner. 

„Für mich stehen Yin und Yang für Einklang und Gelassenheit. Der Ton, den der Gong erzeugt, klingt außerdem beruhigend. Ich finde, das passt gut zu einer letzten Ruhe stätte und zeigt außerdem die Bandbreite der Gestaltungsmöglichkeiten, die wir Friedhofsgärtner haben“, erklärt Weygold seine Beweggründe, aus Bodendeckern und weißen Hornveilchen ein Yin und Yang-Symbol zu pflanzen, und darüber einen Gong an einem schwarzen Gestell zu befestigen.

Doch nicht nur sein außergewöhnliches Urnengrab zog die Blicke auf sich. Viele Messebesucher zeigten großes Interesse an den aktuellen Werbematerialien zu den umfangreichen Angeboten der Friedhofsgärtner. Besonders die Stofftaschen mit dem Motto der Vorsorge-Kampagne „Denk an…“ fanden großen Anklang. „Schon am Eröffnungstag wurden knapp 200 Exemplare mitgenommen, in denen neben Postern auch Info-Flyer und Muster der von uns gestalteten Werbemittel stecken. Leider wird die Vorsorge für den Todesfall oft ausgeblendet. Dabei sind es gerade diese Dinge, die den Hinterbliebenen helfen, in der schweren Zeit der Trauer die richtigen Entscheidungen zu treffen und im Sinne des Verstorbenen zu handeln“, erklären Kirsten Binder und Franziska Menth vom Bund deutscher Friedhofsgärtner (BdF).

Auch Fragen zur Umsetzung und Beteiligung der Friedhofsgärtner an der Nachwuchswerbekampagne des ZVG beantworteten sie gerne. „Den Nachwuchs für die grüne Branche zu gewinnen ist eine wichtige Aufgabe, wenn wir für die Zukunft gut aufgestellt sein wollen“, so Kirsten Binder. Was der Friedhofsgärtner-Nachwuchs so alles kann, davon konnten sich die Messebesucher nicht nur am experimentellen Urnengrab von Oliver Weygold ein Bild machen. Ein zweites Grab am Stand wurde von den Meisterschülern des Bildungszentrums Gartenbau Essen unter Leitung von Anja Qayyum-Kocks gestaltet. Das Doppelgrab ist mit Stauden bepflanzt, und eine riesige Leuchtkugel ist darin eingebettet. (bdf/zvg)