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Ein lebendes Fossil in der Wilhelma

Die Wilhelma hat von der Firma Kientzler aus Gensingen ein Exemplar der berühmten und wertvollen Wollemi-Pflanze aus Australien als Geschenk erhalten. Die Art ist ein lebendes Fossil, das erst 1994 entdeckt wurde. In freier Natur existieren nur noch weniger als 100 Bäume. Bisher ist die Pflanze in Deutschland nur in vier Gärten zu sehen. Die seltene Entdeckung eines lebendes Fossils ist immer wieder spannend und aufregend. So auch die Geschichte der Wollemi Pine (Wollemi-Kiefer) aus Australien, die vor noch nicht einmal zwölf Jahren in einem unwegsamen Canyon 200 Kilometer westlich von Sydney entdeckt wurde. Bei der Pflanze mit dem botanischen Namen Wollemia nobilis handelt es sich allerdings nicht um eine Kiefernart, sondern um eine Konifere aus der Familie der Araukariengewächse (Araucariaceae), zu denen auch die Zimmertanne und die Andentanne zählen. Benannt wurde sie nach dem Fundort im Wollemi National Park in der Greater Blue Mountains Region und nach ihrem Entdecker, einem Ranger namens David Noble. Gleichzeitig bedeutet der Artname "nobilis" auf lateinisch auch "edel" oder "vornehm". Die Wilhelma ist in Deutschland, nach Frankfurt, Berlin und Essen, der vierte Standort, an dem eine Wollemia nobilis zu bewundern sein wird. Bis Mitte des Jahres erhalten noch sechs weitere Gärten in Deutschland je ein Exemplar. Vermittelt wurde die Pflanze über die Firma Kientzler aus Gensingen, mit der die Wilhelma seit Jahren gute Geschäftsbeziehungen pflegt. Die Firma Kientzler ist spezialisiert auf die vegetative Vermehrung von Zierpflanzen und die Prüfung und Einführung von Neuheiten. So kam auch bei der Suche nach einer anderen neuen Zierpflanze aus Australien der Kontakt mit der australischen Firma "Wollemi Pine International" zustande, die die alleinige Lizenz für die Vermehrung und den Verkauf von Wollemia nobilis besitzt.