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Ein Plädoyer für Rosen im Klimawandel

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Dass der Klimawandel bereits da und real ist, steht außer Frage. Um so wichtiger erscheint vor diesem Hintergrund die Anpassung von Gärten und Grünanlagen an die sich verändernden Bedingungen. Pflanzen müssen sowohl mit Trockenheit und Sonne, als auch mit Starkregen und Sturm klarkommen. Thomas Proll, Züchtungsleiter Gartenrosen bei Kordes spricht sich in diesem Zusammenhang für Rosen aus.

Rosen kommen laut Thomas Proll von Kordes Rosen gut mit den veränderten Witterungsbedingungen zurecht. Foto: Green Solutions

Rosen kommen gut mit Extremwetterlagen klar

Neben Trockenheit, vielen Sonnenstunden und Starkregen bestimmen Extremwetterlagen mit Hagel und Sturm heutzutage die massiven Klimaveränderungen. Jüngste Ereignisse zeigen die zum Teil verheerenden Auswirkungen. Zahlreiche Probleme bringt die Wetterveränderung mit sich, von denen die Pflanzen in den Gärten direkt betroffen sind. Viele Gartenliebhaber stehen vor der Frage, welche Gewächse sie nun pflanzen sollen. Für Thomas Proll von Kordes Rosen aus Schleswig-Holstein erklärt vor diesem Hintergrund, dass Rosen regelrechte Überlebenskünstler sind. „Es ist ausgesprochen beachtlich, wie gut Rosen mit den Herausforderungen des Klimawandels zurechtkommen. Und das sage ich nicht nur, weil ich aus beruflichen Gründen ein wenig voreingenommen bin“, beteuert Proll.

Rosen sind Trockenheit gegenüber sehr tolerant

In den Trockensommern von 2018 und 2019 haben sich demnach Rosen besonders stresstolerant gezeigt, so die Beobachtungen von Proll. Während andere Pflanzen bereits die Blütenblätter abwarfen zeigten sich Rosen in unbewässerten Gärten noch vergleichsweise unanfällig. Gartenrosen versorgen sich ab dem zweiten Standjahr in der Regel sehr gut selbst, Proll weiß auch warum. „Rosen sind Tiefwurzler und holen sich – sobald sie ein stabiles und kräftiges Wurzelsystem ausgebildet haben – das notwendige Wasser aus 1,50 oder sogar 2 Metern Tiefe.“ Damit sind Rosen bei extremen Bedingungen anderen Pflanzen gegenüber in klarem Vorteil.

Pflanzen kommen auch gut mit Starkregen klar

Doch nicht nur mit Hitze und Trockenheit kommt die Königin der Blumen gut klar. An vielen Orten fällt zu viel Regen auf einmal. Auch mit Starkregenereignissen kommen Rosen demnach gut klar. Bei korrektem Rückschnitt bei etwaigen verfaulten Blüten aufgrund von zu viel Wasser, erfreuen moderne Rosenzüchtungen mit einer zweiten Blüte im Spätsommer. Dadurch werden sie zudem noch attraktiv für Insekten, da andere Pflanzen bereits verblüht sind und keinerlei Nahrungsangebot mehr zur Verfügung stellen. Moderne Rosen wurden durch langjährige Auswahlprozesse sehr robust und vergleichsweise witterungsbeständig entwickelt. Bei entsprechend passendem Pflanzort seien Rosen entgegen vieler anderer Meinungen wenig krankheitsanfällig und ausgesprochen pflegeleicht.

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