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Eine der Möhren überzeugte geschmacklich besonders

Das Möhrenangebot wurde in den letzten Jahren auffallend farbig. Neben den üblichen orange-farbigen Möhren kamen Sorten mit ganz anderen Farben auf, von weißen und gelben bis hin zu dunkelvioletten Möhren. Sie alle standen im Blickfeld eines Sortenversuchs, den das Gartenbauzentrum Geisenheim des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen im Jahr 2006 in einem südhessischen Gemüsebaubetrieb - der Firma Becker in Büttelborn - durchführte. Birgit Hagendorf-Mehr berichtete beim Hessischen Gemüsebautag in Gernsheim über diesen und weitere Versuche des Landesbetriebs. 26 orange- und andersfarbige Möhrensorten - alle F1 - wurden hauptsächlich daraufhin geprüft, welchen Ertrag sie bringen und wie sie schmecken. Acht Verkoster haben die sensorischen Eigenschaften der Sorten in einer Art "Möhrenprobe" beurteilt. Die Möhren für diesen Versuch wurden am 12. Juni ausgesät und am 23. Oktober 2006 geerntet. Die Sorte 'Bolero F1' schnitt bei der sensorischen Bewertung mit großem Abstand am besten ab und erreichte zugleich einen leicht überdurchschnittlichen Ertrag (11,99 Kilogramm pro Quadratmeter). Reihenfolge der ertragreichsten Sorten (Kilogramm pro Quadratmeter:

1.) 'Purple Haze' (Herkunft: Bejo) = 15,68

2.) 'Joshi' (Rijk Zwaan) = 14,57

3.) 'White Satin' (Bejo) = 14,42

4.) 'Soprano' (Niz/Vil) = 14,39

5.) 'Nebula' (Sem/Peto) = 14,10

6.) 'Mello Yello' (Bejo) = 13,79

7.) 'Osiris' (Niz/Cl) = 13,78

8.) 'Bolero' (Niz/Vil) = 11,99

Den niedrigsten Ertrag hatte die dunkelviolette 'Beta Sweet', was unter anderem auf den Alternaria-Befall sowie den hohen Anteil Platzer zurückzuführen ist. 'Beta Sweet' erreichte andererseits eine gute Geschmacksnote und wies einige weitere Besonderheiten auf. Sie ist nämlich die saftigste Möhre und hat ein besonders intensives Aroma, ähnlich dem eines Apfels.