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Einigung erzielt beim "Verkaufsgärtner"

Wie können Baumschul- oder Gartenbaubetriebe, die sich inzwischen zum reinen Endverkaufsbetrieb ohne oder nur mit sehr wenig Produktion entwickelt haben, trotzdem weiter ausbilden? Zu dieser Frage gibt es laut Arnd Schurig (Barmstedt) vom Ausschuss Ausbildung und Sozialpolitik des Bundes deutscher Baumschulen (BdB) nun eine Lösung. Vorreiter für diese Lösung waren, wie er auf der BdB-Wintertagung ausführte, die Kollegen im Zierpflanzenbau, genauer dem Verband Einzelhandelsgärtner im Zentralverband Gartenbau (ZVG). Im Dezember habe im so genannten Koordinierungsausschuss des ZVG ein Gespräch stattgefunden und mit Hilfe des Verbandes und des Sozialpartners IG BAU als Lösung ergeben, dass zum einen die Verordnung über die Berufsausbildung Gärtner/Gärtnerin weiterhin Grundlage der Ausbildung bleiben müsse. Diese Verordnung soll also nicht verlassen werden, was laut Schurig auch bedeutet, dass innerhalb der Berufssparten keine neue Einzelhandelsgärtner-Ausbildung organisiert werden müsse. Auch die Gewerkschaft sei sich bewusst, dass Betriebe mit keiner oder kaum noch Produktion weiterhin die Chance haben müssen auszubilden und dass Ausbildungsplätze erhalten bleiben müssen.

Zum anderen habe man sich auf ein Kooperationsmodell mit Produktionsbetrieben geeinigt. So sollen Auszubildende, die mit reinen oder fast reinen Endverkaufsbetrieben einen Ausbildungsvertrag abschließen, für eine bestimmte Zeit in einem Kooperations-Produktionsbetrieb ihre Ausbildung durchlaufen. Entweder in einem Stück oder in verschiedenen partiellen Zeitabschnitten könnte dort die praktische Erfahrung beispielsweise mit der Produktion von Gehölzen gesammelt werden. Für diese Lösung hat es, laut Schurig, in seinem Ausschuss ausnahmslos Zustimmung gegeben. Denn ein Verkaufsgärtner/Beraten und Verkaufen müsse ein bestimmtes Wissen über die Produktion haben, um auch im gärtnerischen Sinne beraten und verkaufen zu können. Das sei in diesem Fall gegeben. Demnächst sollen weitere Informationen zum Zeitrahmen, für den solche Kooperationen abgeschlossen werden können, veröffentlicht werden.