Alle News

Energieeinsparung: Bundesprogramm zeigt Wirkung

, erstellt von

Jeweils rund 235 Gigawattstunden Energie konnten in den vergangenen zwei Jahren im Gartenbau und in der Landwirtschaft eingespart werden – durch Projekte, die im Rahmen des Bundesprogramms Energieeffizienz umgesetzt wurden. Das geht aus einem unabhängigen Evaluationsbericht hervor.

Neubauprojekte von Gewächshäusern bergen höchste Möglichkeiten, Energie einzusparen. Foto: Ruud Morijn/Fotolia

Bereits über 2.900 Anträge bewilligt

Vor allem Neubauprojekte von Gewächshäusern bergen höchstes Potenzial zur Energieeinsparung, wie die jetzt von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung (BLE) veröffentlichte Studie „Ermittlung zusätzlicher Energieeinsparpotenziale und Effizienzreserven in der Landwirtschaft und im Gartenbau sowie Maßnahmen und Instrumente zu ihrer Erschließung“ belegt.

Wie der von einer unabhängigen Bewertungskommission erstellte Evaluationsbericht zum Bundesprogramm Energieeffizienz außerdem darlegt, wurden in den vergangenen beiden Jahren insgesamt über 2.900 Anträge gestellt und genehmigt – weshalb das Gesamtbudget des Programms von 65 Millionen Euro bereits im März komplett ausgeschöpft war.

Aufstockung der Mittel für 2018

Der Haushaltsausschuss des Bundestags hatte deshalb Ende Juni beschlossen, die Mittel für das Bundesprogramm Energieeffizienz für dieses Jahr auf insgesamt 33 Millionen zu erhöhen. Für diese Aufstockung hatte sich im Vorfeld der Zentralverband Gartenbau (ZVG) stark gemacht.

„Das Bundesprogramm ist ein voller Erfolg für den Klimaschutz und die Förderung der Energieeffizienz in Gartenbau und Landwirtschaft. Von Beginn an war die Nachfrage nach dem Programm sehr groß“, so ZVG-Generalsekretär Bertram Fleischer. „Die Entscheidung der Regierungskoalition ist ein starkes Signal in die Branche. Mit den zusätzlichen Mitteln sollten die bereits gestellten Anträge nun genehmigt werden können.“

ZVG fordert Verlängerung des Bundesprogramms Energieeffizienz

Das aktuelle Bundesprogramm Energieeffizienz läuft bis zum 31. Dezember dieses Jahres, wobei sich CDU/CSU und SPD bereits im Koalitionsvertrag auf eine Fortführung über dieses Datum hinaus geeinigt hatten. Der ZVG plädiert aufgrund der großen Nachfrage aus Gartenbau und Landwirtschaft für eine deutliche Verlängerung des Programms.

„Mit dem Bundesprogramm Energieeffizienz entstanden deutschlandweit beispielsweise 56 Neubauprojekte von Gewächshäusern. Diese und die Vielzahl der kleineren Förderprojekte ermöglichen der Branche, leistungsstark und innovativ zu sein. Gleichzeitig leistet die Steigerung der Energieeffizienz im Gartenbau einen großen Beitrag zum Klimaschutz“, verdeutlicht ZVG-Präsident Jürgen Mertz die Bedeutung des Programms.

Energieverbrauch von 26.250 Vier-Personen-Haushalten eingespart

Den bislang durch das Bundesprogramm eingesparten Energieverbrauch von 235 Gigawattstunden entsprechen setzt der unabhängige Evaluationsbericht mit dem Verbrauch von rund 26.250 Vier-Personen-Haushalten gleich. „Vor dem Hintergrund der erreichten Ziele und auch der weiterhin großen Nachfrage der Branche sehen wir dringend die Notwendigkeit, das Programm bis mindestens 2021 zu verlängern“, so Mertz.

Die jetzt vorgelegte Studie soll eine Entscheidungshilfe für eine mögliche Fortführung des Bundesprogramms leisten.