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Enger stellen und früher starten? Überlegungen zur Wirtschaftlichkeit in der Pelargonien-Kultur

Henrietta Tarun (Technische Fachhochschule Berlin) stellte während des Beet- und Balkontages am 28. Juni in Großbeeren ihre Diplomarbeit zum Thema "Pelargonium zonale, aktuelle Ergebnisse zum Kulturstart und zur Standweite" vor. Zielstellungen der Arbeit bestanden darin zu prüfen, ob mit Hilfe früheren Kulturstarts beziehungsweise der Verringerung von Standweiten der gewünschte Verkaufstermin (in Woche 18) und die gewünschte Qualität erzielt werden können.

Geprüft wurden die Sorten 'Ventura', 'Liske', 'Tedo' sowie 'Gabrieli', 'Toro' sowie 'Carina Purple'. Im Versuch erfolgte eine Staffelung des Kulturstarts mit Topfterminen in den Wochen 5, 7, 9 und 11. Die Pflanzen wurden in Einheitserde T und 11er-Töpfe getopft und auf eine Standweite von 20 Pflanzen pro Quadratmeter gestellt. Im Standweitenversuch, der nur im Thermofolienhaus mit den Startzeiten Woche 7 und Woche 9 lief, wurde mit 24 und 28 Pflanzen pro Quadratmeter gearbeitet. Düngung und Temperaturführung erfolgten praxisüblich. Im Versuchsergebnis zeigten die Sorten 'Tedo' und 'Gabrieli' eine gute Eignung für den engeren Stand, da sie ihren kompakten, runden Wuchs mit vollgrünem Laub beibehielten, während die Sorte 'Ventura' unter diesen Bedingungen teilweise zu gelben Blättern (über dem Substrat) neigte.

Im Vergleich der Kulturstandorte Glasgewächshaus und Foliengewächshaus ergab sich ein kleiner Vorteil für die Glaseindeckung, unter der mehrheitlich etwas größere Blätter und eine zum Teil etwas frühere Blüte erzielt wurden. Die angestrebte Verkaufsreife in Woche 18 konnte mit den Topfterminen in den Wochen fünf, sieben und neun erreicht werden.