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Entscheidend: Liefern zur richtigen Zeit!

Unter den rheinischen Zierpflanzenbetrieben, die Schnittblumen oder Topfpflanzen produzieren, gibt es zufriedene und weniger zufriedene. Betriebe, die zum richtigen Zeitpunkt lieferfähig waren, gehören deutlich zu den zufriedenen, sagte Georg Hanka, Vorsitzender des Fachverbandes Zierpflanzen. Gekennzeichnet war das abgelaufene Jahr durch eine längere Frostperiode im Frühjahr, entsprechend sind die Frühjahrsblüher fast ausgefallen. Die Beet- und Balkonpflanzensaison ging zwar bis Pfingsten, hatte allerdings nur drei wirklich starke Wochen, so Hanka. Dann kamen die Fußball-Weltmeisterschaft, der Jahrhundertsommer, unterbrochen von einem verregneten August. die sich nicht positiv auf den Absatz auswirkten. Die wirtschaftliche Situation in den Betrieben habe sich durch die Preisentwicklung und die gestiegenen Kosten nicht nur im Energiebereich deutlich zugespitzt. Immer mehr Betriebe gerieten in kritische Phasen. Auf der anderen Seite haben auch immer mehr Betriebe in neue Flächen oder neue Energieträger investiert. Der Zierpflanzenbau stehe sicher in den nächsten Jahren vor seinem stärksten strukturellen Wandel. Energiekosten sind nur mit neuen, modernen Anlagen mit hoher Effizienz und dem richtigen Energieträger in den Griff zu bekommen. Der Markt verlangt noch immer größere Partien in einem meist immer kleineren Zeitfenster. Dies setze auf der Produktionsseite entsprechende Betriebsgrößen und logistische Fähigkeiten voraus. Hanka sieht allerdings auch viele Betriebe, die sich diesen Herausforderungen stellen, und deshalb werde das Rheinland seine Spitzenstellung im deutschen Gartenbau behaupten.