Alle News

Entwicklungspotenzial bei den Dienstleistungen: Kosten fressen den Umsatz auf

Ein befriedigendes Ergebnis haben die rheinischen Einzelhandelsgärtner in diesem Jahr erzielen können. Nach den witterungsbedingten Einbrüchen in 2004, betragen die Zuwächse in diesem Jahr im Durchschnitt zwischen fünf und zehn Prozent. So ist in etwa der Stand von 2003 erreicht, sagte Josef Bogie (Meerbusch), Vorsitzender des Fachverbandes Einzelhandelsgärtner. Schwierig sei der Absatz im Frühjahr in den Monaten Februar und März gewesen. Die Beetpflanzensaison konnte dann jedoch einiges aufholen. Auch der Sommer- und Herbstumsatz konnten bis Mitte Oktober zufrieden stellen. Danach stockte es wieder witterungsbedingt. Die Betriebsergebnisse seien allerdings stark von steigenden Kosten geprägt. Auch für Einzelhandelsgärtnereien stellt der Energiepreisanstieg für Heizung und Strom ein existenzielles Problem dar. Insgesamt setze sich der Verlust von Marktanteilen des klassischen Blumeneinzelhandels fort. Allerdings habe auch der Lebensmitteleinzelhandel im Blumenverkauf leichte Verluste zu verzeichnen. Die Anteile der Einzelhandelsgärtnereien und Fachgartencenter konnten im Gegenzug wieder leicht gesteigert werden. Negative wirtschaftliche Faktoren setzen vor allem den Einzelhandelsgärtnereien mit veralteten Produktionsanlagen und kleinflächigem Blumeneinzelhandel zu, sagte Bogie. Zumindest ein Teil dieser Betriebe habe vor dem Hintergrund der bestehenden fachlichen Kompetenzen aber gute Chancen im Dienstleistungsbereich. Viele Kunden fragen ständig nach Pflanz- und Pflegeleistungen. Im Winter 2006 soll deshalb die Initiative starten "Chance: Dienstleistung!". Sie soll die Mitgliedsbetriebe an diesen Markt heranführen. Geplant sei, so Bogie, interessierte Betriebe zu einer Informationsveranstaltung einzuladen, um darauf ein abgestimmtes Seminar- und Informationsprogramm aufzubauen.