„EPS Killer“ bekämpft Eichenprozessionsspinner mit Heißschaum

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Das Ein-Schlauch-System des „EPS Killer“ soll eine einfache Bedienbarkeit ermöglichen. Foto: Hensing

In vielen Landkreisen startet derzeit die Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners. Gegen die Raupen mit den toxischen Brennhaaren gibt es verschiedene Methoden. Als ökologische und effiziente Lösung wird seitens des Herstellers der sogenannte „EPS Killer“ beschrieben, der den Raupen mit Heißschaum den Garaus macht, ohne dabei die Baumsubstanz zu schädigen.

Heißschaumverfahren in der Unkrautvernichtung bewährt

Entwickelt wurde der „EPS Killer“ von der in Emsdetten ansässigen Hensing GmbH, die nach eigener Aussage jahrelange Erfahrung im Bereich der ökologischen Unkrautbekämpfung besitzt. Auf dieser Basis entstand das Heißwasser- beziehungsweise Heißschaumverfahren zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners, bei dem etwa 97 Grad Celsius heißes Wasser über eine Lanze zur befallenen Stelle gebracht und im selben Arbeitsgang ein spezieller organischer Schaum zugeführt wird. Zur Vernichtung von Unkraut, Brennnesseln und Disteln im öffentlichen Raum habe sich dieses Verfahren bereits erfolgreich bewährt, wie das Unternehmen schildert.

„Unser ‚Organic Foam‘ setzt sich aus Mais- und Kartoffelstärke, Palmkernöl und Kokosnusssaft zusammen. Der entstehende Schaumteppich verlangsamt das Abkühlen, wodurch die Hitze länger und intensiver wirkt, die Eiweißstrukturen der Raupen zerstört werden und diese somit sofort vom Baum fallen und tot sind“, erklärt Dirk Hensing, Geschäftsführer der Hensing GmbH, die Wirkweise des „EPS Killer“. Das Verfahren sei umweltschonend und verursache keine Schäden an der Baumsubstanz, wie Hensing betont. Im letzten Schritt müssten dann lediglich die toten Eichenprozessionsspinner-Raupen entfernt werden, die mit dem Schaum vom Baum abfließen. Dabei werden auch umliegende Brennhaare und Häutungsreste der Raupen entfernt.

„Abgekochte“ Brennhaare der Raupen verlieren Gefahrenpotenzial

Weiterer Vorteil des „EPS Killer“: Laut Hensing verlieren die zum Teil bei Menschen und Tieren schwere allergische Reaktionen auslösenden Brennhaare durch das „Abkochen“ ihr Gefahrenpotenzial. Bei anderen Bekämpfungsmethoden wie etwa dem Absaugen der Raupen vom Baum dagegen können die giftigen Härchen wegfliegen. Darüber hinaus müssten die abgesaugten, immer noch lebenden Raupen aufgrund ihrer Toxizität aufwändig entsorgt werden. „Ich bin mir sicher, dass die Kosten-Effizienz- und Nutzenrechnung für unser EPS-Killer-System steht“, ist Dirk Hensing überzeugt.

Mit knapp unter 20.000 Euro gibt der Hersteller den Kaufpreis für den kleinsten „EPS Killer“ in der Größe 75 x 95 x 125 Zentimeter und mit einem Gewicht von 150 Kilogramm an. Das Gerät verfügt den Angaben zufolge über 60 KW Heizleistung. Damit sei die gift- und genehmigungsfreie Beseitigung der Eichenprozessionsspinner auf fast allen befestigten und unbefestigten Flächen möglich, erklärt Hensing. Für eine einfache Handhabung soll das geräuschlose Ein-Schlauch-System mit speziell entwickelter EPS-Ausbringlanze in Leichtbauweise sorgen, sodass das Gerät nach einer Schulung durch den Hersteller problemlos von nur einer Person bedient werden könne.

„EPS Killer“ in verschiedenen Größen erhältlich

Den „EPS Killer“ gibt es den Angaben zufolge in zwei Größen, zudem stehen Schlauchaufroller mit variablen Schlauchverlängerungen von 20 bis 50 Meter zur Verfügung. So werde die Beseitigung des Eichenprozessionsspinners selbst auf großen Flächen und Distanzen möglich, erklärt Hensing. Die Wartung der Geräte übernimmt der firmeneigene Kundendienst.

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