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Landesverband Gartenbau Westfalen-Lippe: „verhalten zufrieden“ mit Saison 2014

Als „verhaltene Zufriedenheit“ bezeichnet Helmut Rüskamp, Präsident des Landesverbandes Gartenbau Westfalen-Lippe, die Aussagen seiner Gärtnerkollegen zur Saison. Im Rahmen der gut besuchten Sommer-Mitgliederversammlung in Senden berichtete er von einem sehr frühen Saisonbeginn, bei dem selbst die Friedhofsgärtner im Sauerland bequem vor Ostern mit der Frühlingsbepflanzung fertig sein konnten.

Alexander Grothues-Potthoff präsentierte mit der Apfelplantage einen Teil des umfangreichen landwirtschaftlich geprägten Familienunternehmens. Foto: LV Westfalen-Lippe

Die Baumschulen konnten praktisch durcharbeiten, und der Garten- und Landschaftsbau kam ebenfalls ohne die übliche Winterpause aus. „Der Mai, der sonst der klassische Umsatzmonat ist, brachte aber wegen einer Schlechtwetterperiode nicht den erhofften Umsatz. Allerdings läuft der Absatz derzeit ja noch“, erklärte der Präsident in seiner kurzen Jahresbilanz Mitte Juni.

„Wir müssen erkennen, dass das Wetter einen immer größeren Einfluss auf unsere Produkte und deren Preise und somit auf das Überleben unserer Betriebe hat“, so Rüskamp. Wie groß der Einfluss des Wetters sein kann, zeigte das Pfingstwochenende mit den schweren Gewitterstürmen, die in Westfalen besonders im Raum Waltrop große Schäden anrichteten.

„Wir müssen jetzt Strategien zum Klimawandel entwickeln, um unsere gemeinsame Zukunft und die Zukunft unserer gärtnerischen Familienbetriebe zu sichern“, meinte Rüskamp. Bei den Baumschulen werde bereits über Steuerrückstellungen aus guten Jahren für solche Schäden diskutiert. Rüskamp forderte seine Kollegen auf, an diesem Thema mitzuarbeiten und mitzugestalten: „Die Holländer haben auch nicht auf das Hochwasser gewartet, sondern vorher hohe Deiche gebaut.“

Für welche Probleme das Klima sorgen kann, berichtete Unternehmer Alexander Grothues-Potthoff bei der einleitenden Betriebsbesichtigung. Die Familie vermarktet ihre Produkte aus dem Gemüse- und Obstanbau heute über ein eigenes Café, einen Laden sowie eine Bäckerei und Konditorei selbst. Ab Ende des Jahres wird das im Bau befindliche Tagungshotel mit 120 Zimmern das Dienstleistungsangebot des Hofes komplettieren.

Ein weiterer großer Block in der Bilanz des Präsidenten beschäftigte sich mit den Kooperationsgesprächen zwischen Rheinländern und Westfalen. Mit der im Mai erstmals erschienenen gemeinsamen Verbandszeitung „Gartenbau NRW“ wird die gemeinsame Arbeit jetzt auch nach außen dokumentiert. Da im Rheinland Ende des Jahres eine Präsidentenwahl ansteht, wollen beide Verbände in diesem Herbst noch einmal getrennt tagen – doch das tut der guten Stimmung bei der gemeinsamen Sache keinen Abbruch: „Wir sind weiter auf einem guten Weg der Kooperation“, ist sich Rüskamp sicher. (lvwl)

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