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Bundeswirtschaftsminister: Keine Angst vor Rewe-Klage

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Sigmar Gabriel sieht sich durch seine Erlaubnis an Edeka, die Kaiser's Tengelmann Filialen zu übernehmen, mit einer möglichen Klage durch den LEH-Konkurrenten Rewe konfrontiert. Allerdings scheint dieses Szenario dem Bundeswirtschaftsminister nicht den Schweiß auf die Stirn zu treiben.

Die Übernahme der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann durch Edeka schmeckt dem Konkurrenten Rewe nicht. Foto: Edeka

Tengelmann-Übernahme: Gabriel hat Entscheidung genau begründet

„Wir haben unsere Entscheidung sehr genau begründet“, sagte Gabriel heute in der Westdeutschen Allgemeinen Zeitung (WAZ), die in Essen erscheint. Ihm sei vor allem wichtig gewesen, das Verfahren sorgfältig zu führen und zwar so, dass es auch vor Gericht bestand habe. Wiederholt verteidigte der Bundeswirtschaftsminister seine Entscheidung, den Zuschlag für die Übernahme der Supermarktkette Kaiser's Tengelmann an den LEH-Marktführer Edeka erteilt zu haben.

Übernahme durch Edeka: Stellen immerhin für sieben Jahre gesichert

„Bei einer unkontrollierten Entwicklung wären von den 16.000 Arbeitsplätzen bei Tengelmann rund 8.000 Stellen bedroht gewesen - mit einem Schwerpunkt in Nordrhein-Westfalen“, sagte Gabriel der WAZ. „Es geht um viele Teilzeitbeschäftigte, Verkäuferinnen, Lagerarbeiter, Beschäftigte in Fleischwerken und Gabelstaplerfahrer - Menschen mit geringem Einkommen, die oft nicht so schnell einen neuen Job finden.“

Durch die Ministererlaubnis seien die Stellen „jetzt immerhin für sieben Jahre gesichert“, sagte Gabriel. „Die Arbeitsplätze zu sichern und die Mitbestimmung zu erhalten, war mir in diesem Fall wichtiger als Wettbewerbsfragen.“