Alle News

Erneut angespannte Torfsituation

Torf, der wesentliche Ausgangsstoff für die Herstellung von Kultursubstraten, bleibt ein knapper und sich weiter verteuernder Rohstoff. In Kanada, deren Gewinnungsbetriebe den nordamerikanischen Markt mit Kultursubstraten versorgen, fiel die Ernte im Jahr 2008 weitgehend ins Wasser. Kanadische Hersteller, aber auch Produzenten aus anderen Ländern mit geringen Torf- Erntemengen kaufen derzeit in Lettland und Litauen freie Mengen zu. In Anbetracht einer nur mäßigen Ernte im Baltikum führen diese Aktivitäten zu einer weiteren, deutlichen Verknappung des Rohstoffes Torf, informiert der Industrieverband Garten (IVG). Wie es heißt, steigen deshalb die Preise für baltischen Fräs- und Sodentorf weiter. Die Substratwirtschaft erwarte in diesem Jahr prozentuale Preiserhöhungen für Torfrohstoffe aus dem Baltikum im zweistelligen Bereich.

Auch die Preise bei den für Substrate wichtigen NPK-Düngern und Depotdüngern ziehen weiter an. Energieträchtige Zuschlagstoffe wie Tongranulate und Perlite würden sich ebenfalls deutlich verteuern, da in den Herstellverfahren hohe Energiemengen zum Einsatz kommen. Bei den Frachten sei schon allein wegen der erwarteten Erhöhung der Maut ebenfalls von weiteren Steigerungen auszugehen. Hinzu kommen die höheren Dieselpreise.

Auf der Basis dieser Unwägbarkeiten würden laut IVG die Hersteller von Kultursubstraten derzeit keine Ganzjahrespreise abgeben. Die neuen Preislisten hätten in vielen Fällen maximal eine Gültigkeit von einem Quartal. "Die weitere Entwicklung bleibt abzuwarten, aber sicher ist, dass Erwerbsgärtner im In- und Ausland zukünftig deutlich mehr für Kultursubstrate und Erden für den Endverkauf werden zahlen müssen", so der IVG.