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Erprobung in 14 Berufen: Ausbildungsbausteine vor dem Test

Was hat es mit der Diskussion um mögliche Module in der Berufsausbildung, gegen die sich die "grünenVerbände" jetzt in einem Thesenpapier gewendet haben, auf sich? Die TASPO fragte dazu beim Bundesbildungsministerium nach. Vor der modellhaften Erprobung stehen nach Angaben des Bundesbildungsministeriums Ausbildungsbausteine. Entsprechende Konzepte wurden für 14 ausgewählte Ausbildungsberufe entwickelt, die nun in der Praxis getestet werden sollen. Unter diesen Ausbildungsberufen ist der Bereich Handel und Industrie (beispielsweise "Kaufmann Einzelhandel" oder "Chemikant") sowie das Handwerk (beispielsweise "Kraftfahrzeugmechatroniker" oder "Bauten- und Objektbeschichter") vertreten. Nicht dabei sind Ausbildungsberufe aus dem grünen oder dem Baubereich. Entwickelt wurden die genannten Konzepte für Ausbildungsbausteine auf Anregung des Innovationskreises berufliche Bildung (IKBB). Dieser hatte Mitte vergangenen Jahres "Zehn Leitlinien zur Modernisierung und Strukturverbesserung der beruflichen Bildung" (http://www. bmbf.de/pub/IKBB-Broschuere-10_ Leitlinien.pdf) vorgestellt. In der Leitlinie 3 "Übergänge optimieren - Wege in betriebliche Ausbildung sichern" wird insbesondere durch Ausbildungsbausteine ein Weg gesehen, beispielsweise Altbewerber in die Ausbildung zu bringen. Daraus sei die Pilotinitiative "Ausbildung für Altbewerber/innen über Ausbildungsbausteine" erwachsen, bei der das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) das Bundesinstitut für Berufsbildung beauftragte, auf der Basis der jeweils geltenden Ausbildungsordnung bundeseinheitliche und kompetenzbasierte Ausbildungsbausteine für ausgewählte Ausbildungsberufe zu entwickeln. Die Entwicklung der Struktur der Ausbildungsbausteine sei dabei darauf ausgerichtet, zu einer Abschlussprüfung zu führen. Am Berufsprinzip und der Abschlussprüfung werde damit festgehalten. Es gehe also keinesfalls um eine Zerstückelung in eigenständige Segmente, betonte das Ministerium gegenüber der TASPO. Mit den nun erarbeiteten Ausbildungsbausteinen liegen nach Angaben des Bundesbildungsministeriums erstmals bundesweit einheitlich definierte Teilqualifikationen für 14 Berufe vor, die als bundesweiter Orientierungsrahmen für das Verbessern der Übergänge und Anrechnungsmöglichkeiten zwischen den Teilsystemen der beruflichen Bildung und für die konzeptionelle Umorientierung nicht dualer Qualifizierungsmaßnahmen genutzt werden könnten.