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Erster Alpen-Naturfriedhof in Bayern eröffnet

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Im Freistaat Bayern eröffnete Staatsministerin Michaela Kaniber vor der Kulisse des Wettersteingebirges am Unteren Kranzberg Bayerns ersten Naturfriedhof der Bayerischen Staatsforsten.

Idyllische Umgebung für ersten Alpen-Naturfriedhof

Idyllisch gelegen im Mittenwald am Unteren Kranzberg wurde in Kooperation mit dem Markt Mittenwald ist der sogenannte „Stille Wald“ der Bayerischen Staatsforsten als erster Naturfriedhof im bayerischen Alpenraum eröffnet worden. Die neue Ruhestätte liegt zwischen Schloss Elmau und Schloss Kranzbach und erstreckt sich auf einer Waldfläche von insgesamt 31 Hektar. Hier könne die Asche Verstorbener in biologisch abbaubaren Urnen aus heimischem Holz am Fuße jahrhundertealter Bäume beigesetzt werden. Laut einer Mitteilung des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) gehe das Holz der Urnen und die Asche nach wenigen Jahren in den natürlichen Kreislauf des Waldes über. Dadurch werden sämtliche Überreste wieder Teil neuen Lebens.

Zweiter Naturfriedhof bereits in Planung

Die Grabstätten werden demnach auf natürliche Art und Weise im Wandel der Jahreszeiten vom Wald immer wieder aufs Neue geschmückt. Angehörige gelangen über die angelegten, festen Wege und Pfade zu den Grabstätten, um ihre Verstorbenen zu besuchen. Ebenfalls zur Trauer und Andacht wurde ein Andachtsort aus Holz geschaffen und in die Landschaft integriert. Dieser steht für Trauerfeiern oder zur stillen Besinnung ganzjährig zur Verfügung. Der erste Alpen-Naturfriedhof ist ein Projekt der Bayerischen Staatsforsten, die damit der zunehmenden Naturverbundenheit vieler Menschen und dem steigenden Bedürfnis nach Bestattung im Wald Rechnung tragen. Ein zweiter Naturfriedhof ist bereits geplant und aktuell in Markt Schnaittach bei Nürnberg in der Entstehungsphase.

„Wundervoller Ort der Ruhe und Kraft“

„Seit jeher ist der Wald ein wundervoller Ort der Ruhe und der Kraft. Immer mehr Menschen wünschen sich, an einem solchen Ort inmitten unberührter Natur ihre letzte Ruhe zu finden. Unter dem Dach mächtiger alter Bäume können Hinterbliebene künftig von einem geliebten Menschen Abschied nehmen und im stillen Gedenken innehalten“, sagte Ministerin Kaniber bei der Eröffnung.

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