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Es brummt wieder im GaLaBau NRW

„Nur Mut: Wenn alle Betriebe ausgelastet sind, müssen die Preise zwangsläufig irgendwann auch nach oben gehen. Hans Christian Leonhards, Präsident des Verbandes Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Nordrhein-Westfalen ermunterte die Kollegen, zur Sicherung der Betriebe dies bei anstehenden Angeboten und Kalkulationen zu berücksichtigen.

Das neu eröffnete Schul- und Seminargebäude im Gartenbauzentrum Essen.

Seit der zweiten Januarwoche brummt es, die Betriebe sind beschäftigt und viele Kollegen suchen händeringend nach Mitarbeitern, erläuterte er bei der Mitgliederversammlung in Essen. Aber, schränkte er ein, die Zahlenwerke geben nicht die entsprechenden Werte wieder. Beklagt werden insbesondere die schlechte Liquidität in den Unternehmen. Bisher wolle das Preisniveau nicht wirklich steigen, was aber zwingend notwendig sei, so Leonhards.

Zulieferer erhöhten teilweise sogar im zweistelligen Bereich und zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre Preise und Energie werde ebenfalls immer teurer. Im Jahr davor fehlten den GalaBau-Betrieben teilweise bis zu fünf Monate Umsatz, bedingt durch vier Monate Winter, einem tropischen heißen Juni und einem total verregneten August. Auch dies habe zu erheblichen Produktivitätseinschränkungen und auch zu Liquiditätsengpässen geführt. Erfreuliches hatte Leonhards von der Entwicklung des Verbandes selbst zu berichten.

Mehr Mitglieder

Die Zahl der Mitgliedsunternehmen hat sich von 875 Betriebe in einem Jahr auf jetzt 893 Mitgliedsunternehmen erhöht. Das bedeutet ein Zuwachs von 2,06 Prozent. Es bleiben jedoch immer noch 765 Mitbewerber, die eigentlich noch Mitglied im Verband werden könnten, sagte er. Auf die politische Lobbyarbeit des Verbandes verwies er am Beispiel der Landesgartenschau.

Zahlreiche Gespräche mit Landesminister Johannes Remmel und Staatssekretär Udo Paschedag vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz hätten stattgefunden. Und die nächste Landesgartenschau findet 2014 in Zülpich, danach 2017 in Bad Lippspringe statt. Remmel habe bei der Bekanntgabe des Ausrichters für 2017 bereits verlauten lassen, dass es auch 2020 weitergehen werde.

Sicherlich seien die Inhalte von Landesgartenschauen unter Berücksichtigung der veränderten politischen Mehrheiten zu überdenken, sagte Leonhards. Die Stiftung „Die Grüne Stadt“ werde hierbei sicher exzellente Arbeit leisten können. Und so gab er den optimistischen Ausblick, dass man der Landesregierung sicher deutlich machen könne, dass spätestens ab dem Jahr 2020 bei Landesgartenschauen wieder ein zweijähriger Rhythmus aufgenommen wird.

(fri)