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EU-Forschungsprojekt: Biokohle im Kampf gegen den Klimawandel

Im Kampf gegen den Klimawandel ist jetzt ein neues EU-Forschungsprojekt („Biochar Europe“) zur Biokohle gestartet. Biokohle gilt als großer Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. „Sie kann Kohlenstoff mehrere tausend Jahre speichern und nebenbei den Boden verbessern“, erklärt Bruno Glaser, Professor für Bodenbiogeochemie. 

Forscher aus 23 Ländern arbeiten an „Biochar Europe“, auch drei Unternehmen sind beteiligt. Koordiniert wird das Vorhaben von Prof. Dr. Bruno Glaser von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU). Das Projekt findet im Rahmen des „COST Action“ Programms der Europäischen Union statt und wird mit 500.000 Euro in den nächsten vier Jahren gefördert.

Biokohle besteht aus verkohlten organischen Materialien. „Ihre Herstellung ist meines Wissens nach die einzige Technologie, die so der Atmosphäre aktiv Kohlenstoff entziehen kann“, erläutert Bruno Glaser. Ihre Wirkung und Zusammensetzung ist jedoch noch weitgehend unerforscht.

„Biochar Europe“ will deshalb ein europaweites Netzwerk für Experten aus Forschung und Anwendung schaffen. Ziel ist es, eine schnelle und sichere Nutzung von Biokohle in Europa voranzutreiben. In vier Arbeitsgruppen soll bis 2016 untersucht werden, wie Biokohle hergestellt und genutzt werden kann, wie sie auf die Umwelt wirkt, welche potenziellen Risiken die Technologie birgt und wie sie in den Wirtschaftskreislauf eingebracht werden kann.

COST steht für „European Cooperation in Science and Technology“ und bildet einen staatenübergreifenden Rahmen für Europäische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik, indem es die Koordination von national geförderter Forschung auf europäischer Ebene unterstützt. Mit den sogenannten „COST Actions“ wird die Zusammenarbeit in thematischen Netzwerken gefördert. (ts/cost)