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EU-Kommission: Höhere Umweltauflagen verlangt

Die Europäische Kommission hält nach Überarbeitung ihrer Vorschläge für die Marktorganisation von Obst und Gemüse an den Eckpunkten der Reform fest. Aber sie will die Umweltauflagen stärker verschärfen als sie bislang geplant hatte. Die am 24. Januar 2007 offiziell vorgestellten Reform-Vorschläge beinhalten nach wie vor die Streichung der Verarbeitungsbeihilfe, die Integration der dadurch frei werdenden Mittel in die Betriebsprämie, die Erhöhung der Attraktivität von Erzeugerorganisationen, die Stärkung des Krisenmanagements und die stärkere Absatzförderung von Obst und Gemüse. Die Vorschläge sehen ebenfalls vor, den Geltungsbereich um frische Küchenkräuter zu erweitern.

Investitionen, die den Umweltdruck erhöhen, sollen im Rahmen der operativen Programme künftig nur noch dann gefördert werden, wenn wirksame Maßnahmen zum Schutz der Umwelt ergriffen werden. Im Blickpunkt stehen insbesondere der Wasserschutz, der Artenschutz und die Erhaltung der Landschaft. Mit der beabsichtigten Aufnahme in das Betriebsprämiensystem will die Kommission den Obst- und Gemüsesektor den Cross-Compliance-Regeln unterwerfen. Außerdem sollen Erzeugerorganisationen in Zukunft mindestens ein Fünftel der in den operativen Programmen verfügbaren Mittel für Umweltmaßnahmen ausgeben müssen. Die EU-Kommission sieht auch künftig eine finanzielle Unterstützung der operationellen Programme mit 4,1 Prozent des Wertes der vermarkteten Erzeugung jeder Erzeugerorganisation vor. Darüber hinaus will die Kommission den EU-Kofinanzierungssatz für den ökologischen Anbau von Obst und Gemüse von 50 auf 60 Prozent erhöhen.