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EU: Kompromiss zur Pflanzengesundheit

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Ein Kompromiss für die neue EU-Verordnung Pflanzengesundheit konnte jetzt zwischen dem Rat der Europäischen Union, EU-Parlament und EU-Kommission vereinbart werden. Dieser gilt laut Zentralverband Gartenbau (ZVG) insbesondere für eine Einfuhrstrategie von pflanzlichem Material aus Drittländern. Der ZVG fordert dennoch eine Klärung bei Details zur Umsetzung – obwohl das Verhandlungsergebnis generell ein „akzeptabler Kompromiss“ sei.

Für die neue EU-Verordnung Pflanzengesundheit konnte jetzt ein laut ZVG akzeptabler Kompromiss erzielt werden. Foto: jorisvo/Fotolia

Einfuhrregelungen: kein geschlossenes System

So hatte sich der ZVG insbesondere bei den Einfuhrregelungen gegen ein geschlossenes System bei Einfuhren ausgesprochen. Ein solches System hätte laut ZVG Risikoanalysen für jegliche Importe pflanzlichen Materials bedeutet. Dies konnte glücklicherweise abgewendet werden, auch durch die Arbeit des ZVG, wie dieser betont.

Der nun geschlossene Kompromiss sieht demnach vorläufige Risikoanalysen für die Einfuhr von hoch risikoreichem Material vor. Allerdings müssen die Kriterien zur Einstufung als hoch risikoreich nach Ansicht des ZVG noch konkretisiert werden. Die Umsetzung der Verordnung durch die EU als auch durch die Mitgliedstaaten werde zeigen müssen, ob die Kriterien sorgsam und nur bei begründetem Verdacht angewendet werden, so der Verband.

Neue Verordnung: höherer Schutz vor Schädlingseinfuhr?

Zudem werde die neue Verordnung erst noch beweisen müssen, ob die jetzt abgestimmte Strategie für Einfuhren tatsächlich einen höheren Schutz vor der Einfuhr von Schädlingen leisten kann.

Zufrieden zeigt sich der ZVG mit den beschlossenen Kompensationsregelungen für Gärtner und begrüßt, dass die ursprünglich festgelegte Grenze für eine Liste von prioritären Schädlingen von zehn Prozent gestrichen wurde. Die Grenze war laut ZVG willkürlich und hätte Sonderkulturen generell von Kompensationsleistungen ausgeschlossen.

Dem Kompromiss müssen formal noch Parlament und Rat zustimmen.