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Euro-Baumschule Rudolf Schmidt droht Liquidation

Steht die insolvente Euro-Baumschule Rudolf Schmidt jetzt vor dem endgültigen Aus? Wie das Hamburger Abendblatt berichtet, gibt es zwar einen potenziellen Käufer aus der Branche für die Baumschule. Allerdings hängt die Übernahme von der Weiternutzung des Betriebsgeländes ab - diesbezügliche Verhandlungen mit der früheren Inhaberfamilie seien bislang jedoch erfolglos geblieben, weshalb zum 30. September die Liquidation der Euro-Baumschule droht.

Verhandlungen über Pachtvertrag laufen
Der bisherige Pachtvertrag für die Euro-Baumschule Rudolf Schmidt - den die beiden Erbinnen des Firmengründers mit den Geschäftsführern der Euro-Baumschule, Hans-Werner Münster und Kay Hackmack, gekündigt hatten - war dem Bericht des Hamburger Abendblatts zufolge Ende 2014 ausgelaufen. Seit März laufen nun bereits die Verhandlungen über einen neuen Pachtvertrag, bislang jedoch ohne Erfolg.

Wie es in dem Bericht weiter heißt, wurde die gerichtlich angeordnete Räumung des Firmenareals an der Holstenstraße bisher durch die laufende Insolvenz verhindert. Nur einen Tag vor der offiziellen Eröffnung des Verfahrens hatte das Landgericht Itzehoe dem Abendblatt zufolge geurteilt, dass die Gebäude an der Holstenstraße - also die Firmenzentrale, das Lager sowie Abstellmöglichkeiten für die Fahrzeuge - an die beiden Erbinnen des Firmengründers Rudolf Schmidt herauszugeben sind.

Ohne Weiternutzung der Fläche keine Übernahme
Der Kaufinteressent für das insolvente Unternehmen, den das Abendblatt als eine der namhaftesten Wedeler Baumschule angibt, sei jedoch auf die Fläche angewiesen. "Ohne sie kann der Betrieb nicht weitergeführt werden", wird der Insolvenzverwalter Jan Ockelmann in dem Bericht zitiert. Damit das Betriebsgelände weiter genutzt werden kann, ist jedoch eine Einigung mit den beiden Erbinnen erforderlich. Wird diese nicht gefunden und platzt somit die Übernahme durch den Kaufinteressenten, droht der Euro-Baumschule dem Bericht zufolge zum 30. September die Liquidation und ihren 41 noch verbliebenen Mitarbeitern somit die Kündigung.

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