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Explosion bei BASF: zwei Tote, ein Vermisster

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Zwei Tote und acht Schwerverletzte hat die Explosion beim Chemieriesen BASF am Montag gefordert. Nach dem Unglück auf dem Werksgelände im Ludwigshafener Landeshafen Nord wird eine Person zudem immer noch vermisst.

Die Feuerwehr war den ganzen Tag im Einsatz, um den Brand bei BASF in Ludwigshafen zu löschen. Foto: davis/Fotolia (Symbolbild)

Zwei Mitarbeiter der BASF Werksfeuerwehr kamen dem Unternehmen zufolge bei den Explosionen und Bränden am Montag im nördlichen Teil des Werks ums Leben. Acht weitere Menschen wurden schwerverletzt, sechs davon liegen nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) auf der Intensivstation – um einige soll es demnach nicht gut stehen.

Vermisster soll kein Mitarbeiter von BASF sein

Eine Person gilt außerdem nach wie vor als vermisst. Dabei soll es sich laut FAZ nicht um einen Mitarbeiter von BASF, sondern möglicherweise um einen Matrosen eines Tankschiffs handeln. Die Suche nach dem Vermissten soll baldmöglichst starten – bislang war es dem Blatt zufolge nicht möglich, Taucher in das Hafenbecken zu schicken.

Der Großbrand bei BASF war am Montagvormittag gegen 11:30 Uhr bei Arbeiten an einer Rohrleitungstrasse ausgelöst worden. Dabei kam es zu einer Explosion und es brannten unter anderem Rohrleitungen mit Ethylen und Propylen, wie das Unternehmen mitteilt. Die Löscharbeiten dauerten bis zum späten Abend.

Expertenteam soll Ursachen der Explosion bei BASF klären

Ein Expertenteam will nun die Ursachen der verheerenden Explosion klären, wie die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken bei ihrem Besuch auf dem BASF-Gelände in Ludwigshafen angekündigt hat. Mitarbeiter von Gewerbeaufsicht, Wasser- und Bodenschutz wollen dazu unter anderem den Anlagen- und Arbeitsschutz unter die Lupe nehmen.

„Von der BASF fordern wir, dass sie ein unabhängiges Sachverständigengutachten in Auftrag gibt, welches die Ursachen und Folgen der Katastrophe ermittelt“, so Höfken.