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Fachgespräch: Krebs durch Glyphosat?

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Alles dreht sich am 8. Juni 2015 um die Frage „Krebs durch Glyphosat - wie gefährlich ist das Pflanzengift?“ Denn dann lädt die Grüne Fraktion in den Deutschen Bundestag in Berlin von 11:00 bis 14:30 Uhr zum großen Fachgespräch ein.

Das Fachgespräch im Bundestag dreht sich um die Frage, ob Glyphosat Krebserregend ist. Foto: Deutscher Bundestag Thomas Trutschel photothek.net

Studie: Glyphosat „wahrscheinlich krebserregend“

Baumärkte wie toom oder coop haben angekündigt, glyphosathaltige Pflanzenschutzmittel aus den Regalen zu nehmen, obwohl der Wirkstoff von der EU weiterhin als unbedenklich eingestuft wird. Dabei hatten im März 2015 WHO und IARC das Mittel als „wahrscheinlich krebserregend beim Menschen eingestuft“.

Glyphosat sei das das weltweite und in Deutschland am häufigsten eingesetzte Pestizid. Neben der Landwirtschaft nutzen es in Deutschland auch Haus- und Kleingärtner, die Bahn und viele Kommunen zur Unkrautbekämpfung, wie es in einer Mitteilung des Bundestags heißt. Besondere Brisanz besitze die Einstufung als „wahrscheinlich krebserregend“, weil die Zulassung von Glyphosat sowohl in der EU als auch in den USA 2015 ausläuft. Um eine Zulassungsverlängerung zu erreichen, hat sich die Task Force Glyphosat formiert, an der u.a. die Unternehmen Monsanto, Dow und Syngenta beteiligt sind. Diese haben umgehend gefordert, die IARC-Bewertung zurückzuziehen.

Einstufung „wissenschaftlich schlecht nachvollziehbar“

Die für die EU-Risikobewertung verantwortliche Behörde, das deutsche Institut für Risikobewertung BfR sieht keine Hinweise auf ein kanzerogenes Potential und bewertet die IARC-Einstufung als „wissenschaftlich schlecht nachvollziehbar“. Die näheren Angaben über Programm, Zeit, Ort, Referenten und Anmeldeformalitäten finden Sie auf der Webseite der Grünen Fraktion.

Eine Online Anmeldung ist noch bis zum 3. Juni 2015 möglich.