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Fachgespräch zu pflanzenparasitären Nematoden

In der Vergangenheit wurden pflanzenparasitäre Nematoden im Ökolandbau kaum als Hauptschaderreger angesehen. Vielleicht wurde nicht genau hingeschaut, möglicherweise verhinderten aber auch die "typisch" ökologischen Anbauparameter, wie abwechslungsreiche und weite Fruchtfolge, Förderung des Bodenlebens und Einsatz tierischer Dünger, ein Aufbauen schädigender Nematodendichten. Inzwischen wissen wir, so führte Johannes Hallmann vom Institut für Nematologie und Wirbeltierkunde an der BBA ins Thema ein, dass pflanzenparasitäre Nematoden an zahlreichen Kulturen im Ökolandbau durchaus beträchtliche Schäden verursachen können. Da die Symptome meist unspezifisch sind und sich ein Befall über mehrere Jahre aufbauen kann, werden ursächlich meist andere Schadfaktoren vermutet. Ertragsverluste von zehn bis 15 Prozent werden in der Praxis oftmals nicht als Nematodenschaden erkannt. Das war der Grund für die Biologische Bundesanstalt (BBA) am 7. Februar 2006 zum 11. Fachgespräch in Münster einzuladen. Die abschließende Bewertung stellte Hallmann zusammen. Wir haben Auszüge für Sie im Sonderteil Obst + Gemüse der TASPO 39/06 herausgegriffen.