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Fachhandel: Beratung wichtig bei Erden mit weniger Torf

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Geht es nach dem Klimaschutzplan der Bundesregierung, soll es bis 2026 keine Endverbrauchererden mehr geben, die Torf enthalten. Aber funktionieren torffreie Erden auch wirklich? Und was sollte der grüne Einzelhandel für Beratung und Verkauf über sie wissen? Die LWG Veitshöchheim hat torffreie Endverbrauchersubstrate getestet.

Demonstrationsversuch Torfminderung bei Konsumentenerden – Übersicht über die Versuchsfläche im Sommer 2020. Foto: Eva-Maria Geiger/LWG Veitshöchheim

Versuche mit verschiedenen Blumenerden in Veitshöchheim

Die Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) in Veitshöchheim hat im Sommerhalbjahr 2020 verschiedene Beet- und Balkonpflanzen in sechs verschiedenen torfreduzierten und torffreien Blumenerden für den Freizeitgartenbau angebaut – das im Vergleich zu einer Torf-Ton-Blumenerde in Gärtnerqualität. Ziel des Versuchs war es, die Pflanzenentwicklung und -gesundheit sowie die Gartenleistung in den verschiedenen Blumenerden zu dokumentieren, um sowohl dem Fachhandel als auch den Verbrauchern entsprechende Handlungsempfehlungen bei der Verwendung von torfreduzierten und torffreien Blumenerden geben zu können. Alle für den Versuch verwendeten Blumenerden wurden von den Erdenwerken zur Verfügung gestellt und direkt ab Werk bezogen – auch, um den Einfluss von Abbauprozessen in der Blumenerde durch längere Lagerung auszuschließen.

Fünf Pflanzengattungen als Testpflanzen

Als Testpflanzen für den Versuch wurden fünf Pflanzengattungen mit jeweils drei Sorten ausgewählt: Lavandula angustifolia, Pelargonium x interspecific, Calibrachoa, Scaevola saligna und Salvia farinacea. Ab Woche 17 wurden alle Sorten in die mit den verschiedenen Versuchserden gefüllten 40-Zentimeter-Container mit jeweils drei Pflanzen je Container gepflanzt und ab Woche 20 auf der sonnigen Freilandfläche aufgestellt. Alle Substrat- und Pflanzenvarianten im Versuch wurden mit der gleichen Nährstoffmenge bevorratet, um den Einfluss unterschiedlicher Nährstoffgaben auf das Pflanzenwachstum in den verschiedenen Blumenerden auszuschließen. Die Langzeitdüngerzugaben erfolgten nach berechnetem Nährstoffbedarf der Pflanzen während der Vegetationsperiode. Es fand eine regelmäßige Dokumentation der Pflanzenentwicklung, darunter Pflanzengesundheit und Reichblütigkeit, statt.

Ergebnisse der Versuche in TASPO GartenMarkt

Die Ergebnisse der Versuche stellen wir in der April-Ausgabe von TASPO GartenMarkt vor – die genauen, zugrundeliegenden Tabellen der Versuche können Sie hier als PDF downloaden. Welche Erden hinter den einzelnen Versuchsvarianten stehen, lesen Sie im TASPO GartenMarkt, der zusammen mit der TASPO 14/2021 erscheint.

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