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Fahrgastunterstandbegrünung jetzt auch in Frankfurt

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Die niederländische Stadt Utrecht machte 2019 den Anfang mit der Begrünung der Dächer ihrer Fahrgastunterstände des öffentlichen Nahverkehrs. Zuletzt startete auch in Hamburg ein vergleichbares Projekt. In Frankfurt am Main geht man nun noch einen Schritt weiter und begrünt neben dem Dach auch die Wände des Wartehäuschens.

Frankfurt zieht nach bei Wartehäuschenbegrünung

Die Sehnsucht nach mehr Grünflächen in urbanen Zentren ist bei der Bevölkerung spürbar groß. Utrecht setzte 2019 daher ein erstes Zeichen, als dort sämtliche Dächer von Wartehäuschen mit Sedum-Pflanzen begrünt wurden. Ähnlich ging es in Städten wie Graz, Wien, Leipzig und zuletzt auch in Hamburg weiter (TASPO Online berichtete). Durch die Bepflanzung wird nicht nur das Mikroklima verbessert, es werden zudem Feinstaubpartikel gebunden, und Insekten finden hier Nahrungsquellen. In Frankfurt am Main sollen nun in den kommenden Jahren möglichst viele Fahrgastunterstände mit einer Dachbegrünung versehen werden, das gab das Grüne Presseportal bekannt. Doch damit nicht genug, denn an der Haltestelle Börneplatz geht die Verkehrsgesellschaft Frankfurt (VGF) noch einen Schritt weiter. Hier erhielten die Wände des Wartehäuschens in einem Modellprojekt eine beidseitige Vertikalbegrünung.

Positive Effekte der Begrünung

Neben den erwähnten positiven Effekten überzeugt die Begrünung in Frankfurt noch durch ihre Sichtbarkeit, da sie sich nicht über den Köpfen der Wartenden befindet. Des Weiteren werde dadurch auch dem Vandalismus in Fahrgastunterständen vorgebeugt, da Graffitis darauf nicht wirken würden. Auch wirkt sich die Begrünung positiv auf das Image des ÖPNV aus, da sie unterstreicht, dass sich das Unternehmen beim Klimaschutz aktiv einbringt. Begrünt werden die Wände der Haltestelle Börneplatz durch das modulare Begrünungssystem 'Helix Biomura' der Helix Pflanzensysteme aus Baden-Württemberg. Die Pflanzen stehen dabei in Kassetten aus recyceltem Kunststoff und wurzeln in einer anorganischen Mineralwolle mit sehr niedrigem Trockengewicht.

Bepflanzung mit Gräsern und Storchschnabel

In Frankfurt hat man sich bei der Bepflanzung für Gräser und den rosa blühenden Storchschnabel entschieden. Sie wurden in der Gärtnerei rund zwölf Wochen lang direkt in den Kassetten vorgezogen, um bei der Umgestaltung des Wartehäuschens direkt ein geschlossenes grünes Pflanzenbild zu erhalten. Die vorhandenen Glasplatten wurden schließlich entfernt und durch Trägerplatten ersetzt, die den Pflanzen einen festen Halt bieten. Für die bedarfsgerechte Nährstoff- und Wasserversorgung der Pflanzen sorgt eine integrierte, smarte Technik, weshalb Wasser- und Stromanschlüsse vorhanden sein müssen.

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