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FGL bietet überbetriebliche Ausbildung als Webinar an

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Die Coronaschutzverordnung des Landes Schleswig-Holstein verbietet überbtriebliche Ausbildungen in Präsensveranstaltungen. Der Fachverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau Schleswig-Holstein (FGL S.-H.) bietet deshalb kurzerhand einen Lehrgang der überbetrieblichen Ausbildung als Webinar an.                  

Gundolf Marré und Lisa Willers schulen die Auszubildenden des ersten Lehrjahres per Videokonferenz. Im Schulungsraum des FGL S.-H. sind hierfür zwei Kameras installiert. Foto: Jansen/ FGL S.-H.

Gehölzpflanzung und Schnittmaßnahmen als Webinar

Die Ausbildung auch während des Lockdowns aufrechtzuerhalten kommt nicht nur in allgemeinbildenden Schulen einer Herausforderung gleich. Auch in der überbetrieblichen Ausbildung beim FGL S.-H. hat man sich der Aufgabe gestellt und kurzerhand ein Webinar zur Gehölzkunde entwickelt. Daran beteiligt waren die Ausbilder*innen Lisa Willers, Gundolf Marré und Adonis Andresen, die ein Konzept entwickelten, mit dem sie den Lehrgang 1 zum Thema Gehölzpflanzung und Schnittmaßnahmen zu wesentlichen Teilen als virtuelles Webinar durchführen können. 

Digitales Konzept als Reaktion auf Corona-Einschränkuungen

„Da wir keine Möglichkeit gesehen haben, den Januar-Lehrgang zu einem späteren Zeitpunkt nachzuholen, gehen wir nun den digitalen Weg“, erklärt Achim Meierewert, Geschäftsführer des FGL S.-H. Not macht ja bekanntlich erfinderisch und so legte das Ausbilderteam kurz vor Weihnachten die Idee vor. Um die technische Umsetzung kümmerte sich Julian Jansen, Assistent der Geschäftsführung und Administrator beim FGL S.-H. „Wir haben noch vor den Feiertagen die Einladung für den virtuellen Lehrgang 1 an die Auszubildenden im ersten Lehrjahr verschickt. Inklusive eines Zugangslinks zum Webinar “, führt Jansen weiter aus. In der ersten Januarwoche entwickelten die Ausbilder*innen dann die komplette Videoschulung. „Die theoretische Grundlage bilden zum einen von uns gedrehte Videos aller 24 Nadelgehölze, die wir im L1 behandeln. Jeweils ein Ausbilder erläutert die Merkmale und zeigt die Gehölze. Ergänzend haben wir die Pflanzen fotografiert und die Fotos als PDF an die Auszubildenden gemailt. Sie können diese ausdrucken und als Karteikarten verwenden. Außerdem erhielt jeder Teilnehmer zur Vorbereitung ausführliches Textmaterial zur Pflanzung und zum Schnitt von Gehölzen und etwa 30 Testfragen“, erklärt Lisa Willers die Vorgehensweise. 

Praktischer Teil steht noch aus

Nach dem offiziellen Start der virtuellen Premiere am 11. Januar wurde die virtuelle Veranstaltung von sämtlichen Beteiligten als voller Erfolg gewertet. „Wir schulen unsere 120 Auszubildenden des ersten Lehrjahres bis zum 4. Februar in zehn Gruppen. Jede Gruppe bekommt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen zunächst jeweils 4,5 Stunden Theorieunterricht. Das klappt bisher sehr gut“, freut sich Gundolf Marré, Leiter der Überbetrieblichen Ausbildung. Im Schulungsraum wurden für diesen Zweck zwei Kameras installiert, Power Point-Präsentationen und die Videos werden auf dem Bildschirm geteilt. „Wir unterrichten immer zu zweit: Eine Lehrkraft hält seine jeweilige Einheit ab, die zweite betreut die Technik und kommuniziert per Videochat mit den Teilnehmern“, fügt Adonis Andresen hinzu. Der Abschlusstest sowie der praktische Teil sollen allerdings an zwei Tagen vor Ort stattfinden, sobald es die offiziellen Vorgaben des Landes es zulassen. „Auch wenn die unmittelbare Verzahnung zwischen Theorie und Praxis hier nicht gegeben ist, stellt das Konzept eine tolle Möglichkeit dar, unsere Auszubildenden während der Pandemie weiterhin zu betreuen. Sie verlieren auf diese Weise nicht sofort den Anschluss. Bevor alles ausfällt, ist dies allemal die deutlich bessere Alternative“, betont Marré die Vorteile des neuen Modells.

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