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FloraHolland legt November-Bilanz vor: Schnittblumen deutlich im Minus

FloraHolland hat für November 2013 die Monatsbilanz vorgelegt, die die Vermarktungsorganisation als unauffällig bezeichnete. Es gab einen Versteigerungstag weniger als im Vergleichsmonat des Vorjahres, was einer der Gründe dafür war, dass der Umsatz bei Schnittblumen einen erheblichen Rückgang verzeichnete, heißt es darin. Bei dieser Produktgruppe macht der Verkauf über die Uhr weitaus den größten Anteil aus. 

Shuttlebahn von FloraHolland am Standort Aalsmeer. Werkfoto

Viele Schnittblumen rutschten den Informationen zufolge beim Umsatz in die roten Zahlen. Rosen mussten in den Top 10 mit 8,5 Prozent am meisten zurückstecken: im Vergleich zum Vorjahresmonat gut sechs Prozent weniger Stiele bei einem Durchschnittspreis von 0,181 Euro (plus ein halber Cent).

Tulpen erzielten fast sieben Prozent weniger Umsatz, was allein auf das kleine Volumen (minus 7,5 Prozent) zurückzuführen sei. Schnittorchideen und Lisianthus verzeichneten jeweils gut sechs Prozent weniger Umsatz. Schnittorchideen wurden um 2,7 Prozent mehr angeliefert bei einem Preisrückgang von gut 20 Cent. Lisianthus notierte bei einem vergleichbaren Angebot etwa 2,5 Cent pro Stiel weniger.

Positive Ausrutscher waren laut FloraHolland Federchrysanthemen und Lilien. Federchrysanthemen stiegen im Preis um gut neun Cent bei 12,3 Prozent weniger Stielen. Lilien hatten ein Umsatzplus von gut sieben Prozent, was FloraHolland auf fünf Cent höhere Preise gegenüber dem Vorjahresmonat zurückführt. Die Schnittblumen erzielten im November 5,5 Prozent weniger Umsatz bei ebenfalls 5,5 Prozent weniger Volumen. Der Durchschnittspreis pendelte sich dadurch bei 0,239 Euro ein.

Auch bei Phalaenopsis gab es ein kleineres Angebot (minus 2,2 Prozent) als im Vorjahresmonat. Der Durchschnittspreis war zwar höher, die Vier-Euro-Grenze wurde aber knapp verfehlt. Bei Saisonprodukten verzeichneten Topfamaryllis eine positive Umsatzentwicklung, insbesondere wegen eines zwei Cent höheren Durchschnittspreises. Topfhyazinthen und besonders Poinsettien konnten mit dem Vorjahresangebot nicht mithalten bei etwa vergleichbaren Preisen. Weihnachtskakteen erzielten jedoch bessere Preise bei erheblich kleinerem Angebot. Topfanthurien und Bromelien gingen beim Umsatz zurück.

Topfanthurien erzielten mehr Umsatz, aber zu geringeren Preisen, während Bromelien eine umgekehrte Entwicklung zeigten. Alpenveilchen waren sehr gefragt. Bei gut fünf Prozent weniger Töpfen stieg der Durchschnittspreis den Angaben zufolge um rund fünf Cent. Der Umsatz mit Zimmerpflanzen lag etwa ein halbes Prozent unter dem Vorjahresmonat bei 3,2 Prozent weniger Menge. Der Durchschnittspreis stieg um 4,5 Cent auf 1,626 Euro.

Bei Gartenpflanzen, die im November weniger stark sind, sind Christrosen ein typisches Saisonprodukt. Die vermarkteten 1,4 Millionen Pflanzen (plus 5,4Prozent) brachten fast sechs Cent weniger ein als im Jahr 2012. Ferner stand vor allem das Angebot erheblich unter Druck, heißt es weiter. Dies habe allgemein zu einer positiven Preisbildung im Vergleich zum Vorjahr geführt. Gartenpflanzen brachten insgesamt ein Prozent weniger ein, bei gut acht Prozent weniger Menge. Ihr Durchschnittspreis lag mit 1,132 Euro 8,3 Cent höher als ein Jahr zuvor.

Ferner sieht FloraHolland bei allen Gruppen den „Aufmarsch“ der typischen Saisonprodukte, die den Angaben zufolge besonders bei Zimmerpflanzen sehr präsent waren. Der Gesamtumsatz für November ging laut FloraHolland im Vergleich zu 2012 um 3,3 Prozent und das Volumen um 5,4 Prozent zurück. Der Durchschnittspreis lag bei 0,383 Euro, damit knapp einen Cent im Plus. (hlw)