Alle News

FloraHolland richtet Organisation neu aus

Mit einer tief greifenden Organisationsreform will das führende Zierpflanzen-Vermarktungsunternehmen FloraHolland „effektiver und besser” werden. Bereits ab 1. Januar 2012 sollen die Ebenen unterhalb der Direktion neu ausgerichtet sein. Im Vordergrund stehen ab dem nächsten Jahr nicht mehr die einzelnen Standorte, sondern nach Aspekten des Marktes orientierte Einheiten.

FloraHollandVersteigerung in Aalsmeer. Werkfoto

„Wir werden eine nach funktionellen Aspekten des Marktes, nicht mehr nach den Niederlassungen gegliederte Organisation haben!“ So drückte es Generaldirektor Timo Huges am 2. November 2011 anlässlich der Trade Fair Aalsmeer gegenüber der TASPO-Redaktion aus.

Bei der bisherigen Organisationsstruktur wurden die Geschäftsabläufe überwiegend von den Niederlassungen aus angesteuert und bewertet. Davon nehme man, nachdem die Blumenversteigerungen in Holland 100 Jahre lang bestehen, nun Abschied.

FloraHolland werde sich künftig organisatorisch als marktorientierte Einheit darstellen und noch mehr als bisher auf Produzenten und Kunden (= Handel) fokussieren. „Heute“, so Huges, „arbeiten die fünf Standorte jeweils nach ihrer eigenen Weise; dies wird künftig einheitlich!“ Und: „Wir sind bisher zu wenig mit dem Markt als Ganzes und eher auf die Standorte ausgerichtet, dies ist aber nicht effektiv genug!“

Folgende neue, nach funktionellen Kriterien ausgerichtete Hauptbereiche soll es geben:

  • Versteigerungsuhren (unabhängig von der Niederlassung!),
  • Vermittlungsgeschäft (FloraHolland Connect),
  • Binnenmarkt,
  • Retail Services (Dienstleistungen für Einzelhandelsunternehmen).

Übergreifende Abteilungen – wie Personal, Fazilitäten, Buchhaltung … – sind nicht direkt von der Umstellung berührt. Die Aktivitäten der bisherigen Abteilung „Import“ werden in die neuen Hauptbereiche integriert. Die Mitarbeiterzahl bleibe von der Organisationsreform weitgehend unbeeinflusst. Beschlüsse für eine Reduzierung der Mitarbeiterzahl von derzeit 4.200 auf 4.100 Personen (ab 2012) basieren auf Beschlüssen vom vergangenen Jahr, also vor Konzipierung der neuen Struktur. Sehr zufrieden äußerte sich der FloraHolland-Generaldirektor über die Entwicklung der gemeinsam mit Landgard betriebenen Veiling Rhein-Maas. Sie sei von der FloraHolland-Organisationsreform nicht direkt betroffen.

Auch der im Frühjahr 2011 gestartete Tradepark Bremen entwickele sich gut („Mehr und mehr norddeutsche Baumschulen zeigen sich interessiert!“).

Der Umsatz 2011 von FloraHolland wird nach derzeitiger Prognose etwa demjenigen aus dem Jahr zuvor entsprechen. Anfang November – also zum Zeitpunkt der Trade Fair – war der Umsatz um 1,5 Prozent niedriger als von Januar bis Oktober 2010.

Würden allerdings die damaligen Umsätze der früheren Veiling Venlo herausgerechnet, so ergebe sich ein Umsatzplus von etwa einem Prozent.

(Edwin Hanselmann)