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Floristik: Talentförderung mit Konzept

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Guter Nachwuchs will nachhaltig weiter entwickelt werden. Petra Spring, Kai Jentsch und Karl-Heinz Busam haben im Namen des Fachverbands Deutscher Floristen ein Konzept zur Talentförderung entwickelt. Wir fragten nach, worauf sich junge, talentierte Floristen freuen dürfen.

Petra Spring hat für den Fachverband Deutscher Floristen am Konzept zur Talentförderung mtigewirkt. Foto: FDF

Wie sehen die Ziele des Programms zur Talentförderung aus?

Das Programm möchte junge Floristen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und begleiten. Wir werden dazu ein Workshop-Programm entwickeln, mit dem wir die jungen Kollegen dort abholen, wo sie stehen. Die Referenten werden gezielt danach ausgewählt, dass sie die Sprache dieser jungen Menschen sprechen und ihre Akzeptanz finden.

Es geht also weniger um die Förderung des gestalterischen Potenzials, sondern mehr um Hilfestellung und Begleitung in der Persönlichkeitsentwicklung dieser talentierten Newcomer. Zudem möchten wir die jungen Menschen darin unterstützen, sich zu vernetzen und sich gegenseitig zu inspirieren und zu unterstützen. Der FDF bietet sich dabei als Partner, Unterstützer und Begleiter an.

Welche Floristen sollen berücksichtigt werden?

Das Programm richtet sich explizit an die Finalisten der deutschen Meisterschaften, sowie in einem späteren Schritt auch an die Teilnehmer der Landesmeisterschaften. Zudem können die FDF-Landesverbände Empfehlungen für förderwürdige Newcomer aussprechen, denn sie sind eng dran an den Mitgliedern und haben den Überblick über die Aktivitäten im Land. Neben den Teilnehmern der DMF und den Landesmeistern sollen junge Talente, die durch besondere Engagements oder Präsentationen auf sich aufmerksam gemacht haben, die Chance auf ein Mitwirken in diesem Förderprogramm erhalten.

Grundlegend ist das Programm eine Initiative des FDF-Bundesverbands und soll zunächst als Pilotprojekt im FDF-Floristpark in Gelsenkirchen starten. Später soll das Programm aber auch in den Landesverbänden etabliert werden. Im Rahmen des Bundeskongresses haben die FDF-Landesverbände nicht zuletzt wegen dieser wichtigen Jugendförderung einer Beitragserhöhung zugestimmt. Damit hat sich der FDF auf Bund- und Landesebene dazu verpflichtet, diese wichtige Initiative zu unterstützen und den talentierten, engagierten floristischen Nachwuchs in den Fokus der Verbandsarbeit zu nehmen.

Warum sollen gerade Wettbewerbsteilnehmer aus Ihrer Sicht gefördert werden?

Wir haben viele hervorragende, sehr talentierte und kreative junge Floristen in unseren Reihen. Sie engagieren sich in Wettbewerben und stellen ihr Können mit hochwertigen Beiträgen unter Beweis. Diese talentierten Jungfloristen sind gestalterisch super gut drauf und bringen ein tolles Potenzial mit. Oftmals fehlt ihnen jedoch die Lebenserfahrung und die Praxis, diese Fähigkeiten vor einem Publikum zu präsentieren und ihr Potenzial voll auszuspielen. Denn für diese öffentlichen Auftritte auf Bühnen, in Interviews, bei Branchenevents und anderen Foren benötigt es vielfach ein Know-how und Fertigkeiten, die über eine floristische Kompetenz weit hinausgehen.

Dazu gehört zum Beispiel eine gute Rhetorik, das Wissen über Marktzusammenhänge und die Fähigkeit, Menschen zu begeistern. Der FDF möchte jungen Floristen und talentierten Newcomern diese Fertigkeiten vermitteln, sie unterstützen und auf ihrem erfolgreichen beruflichen Weg begleiten. Diese jungen Kollegen, die sich in Wettbewerben und Branchenevents engagieren, sind hervorragende Impulsgeber, Multiplikatoren und Repräsentanten unserer Branche, die unsere ganze Unterstützung und Aufmerksamkeit verdienen, sind sie doch die Zukunft unseres Berufsstands.

Mit welchem Wettbewerb startet das Programm?

Wir haben abgestimmt, dass wir in unser neues Förderprogramm zunächst die FDF-Landesmeister, also die Finalisten der Deutschen Meisterschaften der Floristen 2016 einladen. Wir werden dazu ein inspirierendes Workshop-Programm entwickeln, das diese Talente in ihrem Potenzial bestärkt und sie begleitet. Dieser Workshop soll im Februar 2017 mit tollen Referenten und interaktiven Einheiten stattfinden.

Das Ziel ist, dass die jungen Kollegen so viel wie möglich daraus mitnehmen, inspiriert und motiviert werden, sowie ganz praktisches Wissen und Know-how daraus ableiten können. Ein wichtiges Anliegen ist für uns auch, den FDF mit seinem Möglichkeiten, Stärken und persönlichen Ansprechpartnern bei den jungen Kollegen als Plattform, Forum und Branchencommunity zu etablieren.

Petra Spring ist für den FDF Landesveraband Nordrhein-Westfalen aktiv, während sich Karl Heinz Busam für den Landesverband Baden Würrtemberg engagiert. Kai Jentsch ist eine wichtige Stütze für den Landesverband Schleswig-Holstein.