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Floristische Meisterwerke: Königin Catharina blumig umgesetzt

Bei der Floristmeisterprüfung Mitte Juli an der Staatsschule für Gartenbau in Stuttgart-Hohenheim haben jetzt fünf Teilnehmerinnen ihre einjährige Ausbildung mit Erfolg abgeschlossen. Aufgabe war, die themenbezogene schriftliche Arbeit über die Königin Catharina in eine entsprechende praktische Arbeit umzusetzen. Unter dem Motto „Herausstechend“ wurden die Werkstücke anschließend in einer Ausstellung präsentiert. 

Zum Abschluss ihrer Ausbildungszeit hatten die angehenden Meisterinnen ein Thema in die Praxis umzusetzen, das sicher nicht so einfach war, andererseits aber auch bei der Öffentlichkeit sehr stark beachtet wurde. So waren vier Arbeiten, die sich in diesem Jahr auf das Leben von Catharina Pawlowna, Königin von Württemberg, beziehen sollten, in einem vorgegebenen Zeitraum zu erstellen.

Diese Fürstin hat sich in ihrem leider nur kurzen Leben in schweren Zeiten des 18. und 19. Jahrhunderts so umfangreich für die Bevölkerung eingesetzt, dass auch heute noch an sie gedacht wird und viele öffentliche Einrichtungen noch immer ihren Namen tragen (Katharinenhospital, Katharinenstift).

Nun hatten die angehenden Meisterinnen die Aufgabe, nach ihrer themenbezogenen schriftlichen Arbeit über die Königin Catharina diese in eine entsprechende praktische Arbeit umzusetzen. Außerdem mussten sie einen Brautschmuck und einen Gedenkkranz anfertigen sowie eine Gefäßbepflanzung ausführen. Letztere sollte sich auf das Schloss Hohenheim beziehen, da Catharina auch die Initiatorin 1818 der heutigen Universität von Hohenheim war.

Sämtliche praktische Arbeiten wurden im Schloss ausgeführt und nach der Beurteilung zur Besichtigung freigegeben. Noch am Abend des letzten Prüfungstages konnten die fünf Probandinnen Nadine Fenzl, Nadine Kinzinger, Christina Kraus, Kathleen Poppenberg und Ulrike Schneider nach erfolgreicher Prüfung ihre Meisterbriefe in Empfang nehmen.

Dabei führte der Vertreter der Industrie- und Handelskammer aus, dass sich die neuen Floristmeisterinnen den schönsten Beruf dieser Welt ausgesucht hätten. Auch der Präsident des Fachverbandes Deutscher Floristen, Landesverband Baden-Württemberg, Klaus Götz, hob hervor, dass die neuen Meisterinnen das Aushängeschild des Berufsstandes sind und der Verband auf junge Meisterinnen angewiesen sei.

Noch zwei Tage wurden die Meisterarbeiten im Schloss Hohenheim der Öffentlichkeit präsentiert und von zahlreichen Besuchern, gerade im Gedenken an Königin Catharina, bewundert. (ts/gug)