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„Europäischer Baum des Jahres 2015“ gesucht

Soll es nun die Pinie aus der Tschechischen Republik, die Eiche aus England oder gar der große Bergahorn aus Ungarn sein? 14 Gewächse aus ebenso vielen verschiedenen Ländern konkurrieren mit ihrer ganz eigenen Geschichte momentan um den Titel „Europäischer Baum des Jahres 2015“.

Dieser Bergahorn hat gute Chancen auf den Titel „Europäischer Baum des Jahres 2015“ Foto: Platán Restaurant & Cafe

Beinahe 29.000 Stimmen gingen bisher für den 230 Jahre alten Bergahorn ein, der malerisch gelegen an einem Burgtor nahe des alten Sees von Tata in Ungarn wächst. Die Pflanze hat einen nahezu royalen Hintergrund. Sie wurde aus Versailles, Residenz französischer Könige, vom Adelsgeschlecht Esterházy nach Ungarn importiert. Gar nicht auszumalen, was dieser Baum dort schon alles „erlebt“ hat.

Bergahorn bisher stärkster Kandidat für „Europäischer Baum des Jahres 2015“

Momentan führt der Bergahorn mit einem Polster von 1200 Stimmen. Im Rahmen des Wettbewerbs „Europäischer Baum des Jahres 2015“ kann noch bis zum 28. Februar online abgestimmt werden. Bisher gingen rund 75.000 Stimmen ein. Jeder Teilnehmer kann theoretisch nur eine Stimme vergeben. Einfach auf den jeweiligen Baum klicken und persönliche E-Mail Adresse angeben. Der Gewinner wird am 5. März auf der Webseite des Wettbewerbs verkündet. Die feierliche Preisverleihung findet am 22. April in Brüssel statt.

Oder die Eiche, die mitten im Fußballfeld wächst?

Auf dem zweiten Platz rangiert momentan eine Eiche, die im estnischen Orissare wächst. Aber nicht irgendwo, sondern mitten in einem Fußballfeld. Vor 1951 stand der Baum noch neben der kleinen Sportanlage. Inzwischen hat sich die Anlage ausgedehnt und heute finden Fußballspiele dort statt, ohne dass der Baum jemanden stören würde. Die Legende besagt, dass Stalin selbst den Auftrag gab, den Baum auszureißen. Dieser ließ sich aber nicht beirren und hielt allen Versuchen stand.

„Europäischer Baum des Jahres“ geht auf EPA zurück

Der Wettbewerb rund um den „Europäischen Baum des Jahres“ wurde 2011 von der Environmental Partnership Association (EPA) ins Leben gerufen. Die EPA ist ein Zusammenschluss von sechs Organisationen aus Bulgarien, der Tschechischen Republik, Ungarn, Polen, Rumänien und der Slovakei. (cm/EPA)