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Flower Trials 2013: ein Fingerhut mit Besonderheiten

Es war 2006, als Charles Valin – Züchter bei Thompson & Morgan in England – den heimischen Fingerhut (Digitalis purpurea) mit dem kanarischen Fingerhut (Isoplexus canariensis) kreuzte. Diese intergenerische Kreuzung ließ sich realisieren, weil beide Braunwurzgewächse botanisch sehr nahe miteinander verwandt sind.

Eine neuartige Pflanze entstand. Die betreffende Digitalis-Serie Illumination macht mittlerweile von sich reden, vor allem in Verwendung als Sommertopfpflanze im Garten und auf Terrassen. Bei den Flower Trials von Kientzler in Gensingen ragten großartige Exemplare von ‘Illumination Flame’ im Kreis der Neuheiten heraus.

Während die bekannten Digitalis purpurea nur eine relativ kurze Zeit blühen, entstehen den Sommer über bei der neuen Pflanze aus den Achseln heraus weitere Blütentriebe. Zu den Voraussetzungen hierfür zählen der Rückschnitt und das Entfernen verwelkter Blütenstände. Vorteilhaft ist auch die fast waagerechte Blütenstellung. „Diese Blüten schauen uns an!“, sagt Winfried Hohmann, Produktmanager bei Kientzler. Nachteilig gegenüber Digitalis purpurea ist aber die verminderte Winterhärte.

Gut einen Meter hoch waren die Exemplare mit ihren dunkelrosa traubigen Blütenständen. Kientzler bietet zu dieser Sorte vernalisierte Jungpflanzen für die Auslieferung im Zeitraum der Kalenderwochen 5 bis 14 an (Anmerkung: Um Blüten zu bilden, müssen diese Pflanzen einer Kältebehandlung unterzogen sein!). Der Fertigpflanzenproduzent soll die Jungpflanzen dann direkt in Drei-Liter-Container oder zunächst in den 12er-Topf pflanzen, hierbei etwa Mitte April in Drei- oder Fünf-Liter-Container umsetzen. Anfangs wird bei zwölf bis 14 Grad, danach – sofern die Witterung es erlaubt – bei niedrigerer Temperatur fertig kultiviert. (eh)

Lesen Sie in unserer aktuellen TASPO Ausgabe 29/2013 mehr über Pflanzenneuheiten, welche auf den Flower Trials 2013 vorgestellt wurden.