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Flower Trials und Euro Trials lockten viele Gärtner in die ausstellenden Betriebe

Bonn/De Kwakel. In der Kalenderwoche 24, so sagt Sonja Dümmen, reisen Zierpflanzenproduzenten in die Jungpflanzen- und Züchtungsbetriebe, um "alle neuen Sortimente für die nächste Saison zu sehen".

Die von der Fachgruppe Jungpflanzen organisierten Euro Trials an neun Betriebsstandorten in Deutschland und Holland fanden ebenso wie die auf zwei niederländische Regionen konzentrierten Flower Trials in der Kalenderwoche 24 statt (9. bis 11. Juni oder 9. bis 12. Juni). An den Euro Trials nahmen zehn Firmen teil, darunter Carmel Agrexco mit den Präsentationen mehrerer führender Jungpflanzenbetriebe aus Israel. Bei den Flower Trials waren es 22 ausstellende Firmen, wozu auch Unternehmen aus Deutschland und Großbritannien zählten. Der Schwerpunkt bei den Flower Trials liegt ebenso wie bei den Euro Trials auf Beet- und Balkonpflanzen.

Sprecher der in Holland für die Organisation der Flower Trials zuständigen Gruppe ist Jeroen de Kuijer (Produkt- und Verkaufsmanager für Topfpflanzen bei HilverdaKooij in De Kwakel). Wie er gegenüber der TASPO-Redaktion herausstellte, ist es "eine Organisation ohne große Struktur". Alleinige Aufgabe der Gruppe sei die Promotion für die jährlich an vier Tagen im Juni stattfindenden Flower Trials.

Jeroen de Kuijer wünscht eine enge Zusammenarbeit der beiden Organisationen. Diese lasse sich noch intensivieren. Doch könne er nicht akzeptieren, wenn Firmen, die nicht Mitglied der Flower Trials-Organisation sind, am gleichen Standort wie Flower Trials-Firmen ihre Ausstellung zeigen.

Nächstes Jahr werden die Flower Trials erneut in der Kalenderwoche 24 sein. Längerfristig müsse es nach Angabe von De Kuijer nicht zwangsläufig bei der heutigen Konzentration auf zwei Regionen - Aalsmeer und Westland - bleiben: "Die Betriebe und der Markt ändern sich schnell, nichts ist unmöglich, wir sind da offen!"

Die Besucherzahlen lagen an den holländischen Standorten höher als in Deutschland. So verzeichnete die bei den Flower Trials und den Euro Trials beteiligte Firma Grünewald Jungpflanzen etwa 150 Fachbesucher in Lünen-Altlünen, aber ungefähr 750 Fachbesucher im holländischen 's Gravenzwande. Dies geht einher mit Erfahrungen der Firma Brandkamp (734 Besucher dieses Jahr bei der Präsentation in Maasdijk/Niederlande, etwa 200 Besucher letztes Jahr in Isselburg). Dagegen hatte die Firma Dümmen diesmal in Rheinberg etwa gleich viele Besucher wie im Jahr 2008 in De Kwakel/ Niederlande. Zu manchen der Flower Trials-Firmen kamen mehr als 1.000 Fachbesucher. So verzeichnete Syngenta Flowers in De Lier "etwa 1.300 Besucher, ungefähr zehn Prozent mehr als letztes Jahr". Bei Florensis in Hendrik-Ido-Ambacht waren es "rund 1.200 Fachbesucher".

Ob Flower und Euro Trials in absehbarer Zeit organisatorisch zusammengefügt werden, ist eine viel diskutierte Frage. Zwei Firmen - Nebelung und Grünewald - beteiligten sich an beiden Veranstaltungsreihen. Tobias Evels (Firma Nebelung) rechnet nicht mit Zusammenlegung, da Konzepte und Publikum unterschiedlich seien. Bei den Euro Trials komme es den Firmen besonders darauf an, sich am Heimatstandort zu präsentieren. Damit sei es ein eher dezentrales Konzept, und es kämen mehr regionale Besucher.

Stellungnahme von Andreas Kientzler (Firma Kientzler Jungpflanzen): "Wir halten an unserem Standort fest. Die Beteiligung in Holland wäre eine Möglichkeit, mehr internationale Kontakte zu knüpfen. Aber die Lizenznehmer und internationalen Geschäftspartner kommen gerne zu uns nach Gensingen, um hier ein breiteres Sortenspektrum zu sehen und konkrete Dinge mit uns zu besprechen!"