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Förderung für Baumschulprojekte in Schleswig-Holstein entschieden

Mit 303.000 Euro unterstützt das Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume des Landes Schleswig-Holstein ausgewählte Baumschulprojekte. Der Gartenbauverband Nord (GVN) zeigte sich enttäuscht, dass sein Projekt von der Jury abgelehnt wurde.

Dr. Frank Schoppa, Geschäftsführer des BdB-Landesverbandes freut sich über den Zuschlag zweier EU-geförderter Innovationsprojekte. Foto: BdB/SG GmbH, M. Wienert

Thermische Bodenbehandlung und Klimawandelbäume

Die Fördergelder kommen den Baumschulprojekten des Landesverbands Schleswig-Holstein im Bund deutscher Baumschulen (BdB), der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und des Versuchs- und Beratungsringes Baumschulen (VuB) zugute. Alle Projekte drehen sich um das Thema thermische Bodenbehandlung und Klimawandelbäume. Sie gehen zum 1. Januar 2016 an den Start.

Die Thermische Bodenbehandlung sei derzeit die einzige Möglichkeit, die nicht mehr zugelassene chemische Behandlung zu ersetzen, so der BdB Landesverband Schleswig Holstein. Das innovative Verfahren soll im Rahmen der Operationellen Gruppe (OG) optimiert und praxisreif gemacht werden. Die OG wird noch gebildet.

Innovative Technologien fördern

„Wir sind derzeit das einzige Anbaugebiet, das mit Hilfe der Förderung diese innovative Technologie vorantreiben und für die Baumschulen anwendbar machen kann“, stellte Axel Huckfeldt, Vorsitzender des BdB Schleswig-Holstein fest. „Dies gilt ebenso für die Prüfung klimawandeltoleranter Stadtbäume an Echtstandorten in den Städten Kiel, Lübeck, Husum und Heide“, erklärt Jan-Peter Beese, Abteilungsleiter Gartenbau bei der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein und er ergänzt, „dass die Förderung der Landesregierung den Schritt, raus aus dem Versuchsbetrieb, rein in die Städte mit den harten Bedingungen für die Bäume ermöglicht“.

Enttäuschung: Baumschulprojekt des GVN abgelehnt

Enttäuscht zeigte sich Dr. Hans Hermann Buchwald, Landespräsident des Gartenbauverbandes Nord (GVN). Dem Projekt des GVN zum Aufbau einer Wertschöpfungskette für Zierpflanzen war es nicht gelungen, die Jury von seiner Innovationskraft zu überzeugen. Eine große Chance sei vertan worden, insbesondere dieses Projekt wäre für den Zierpflanzenbau in Schleswig-Holstein wichtig gewesen, um auch zukünftig im Wettbewerb mit anderen Erzeugungsregionen bestehen zu können.

„Ich erwarte eine plausible Begründung, warum die Jury ihre Zustimmung verweigert hat. Wir können allerdings die Hände nun nicht in den Schoß legen, denn die Probleme der Wertschöpfungskette lösen sich nicht von selbst. Wir bleiben dran und werden nach anderen Lösungen suchen“, so Buchwald.

GVN-Präsident Andreas Lohff betont: „Wir wollen die Zeit bis zum zweiten EIP call aktiv nutzen, um dann für den Zierpflanzenbau 2018 erfolgreicher sein zu können.“ (ts)