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Förderung vom Staat für klimafreundliche Betriebe

Wie aus einer Mitteilung des Bundesumweltministeriums hervorgeht, genehmigte am 12. August 2008 die Europäische Kommission die Richtlinien zum Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien. Damit ist nun der Weg frei für die Förderung aus dem Marktanreizprogramm und für die Öffnung des Programms "Erneuerbare Energien für besonders förderwürdige große Anlagen" der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW). Ein zentrales Ziel der Förderung nach den Richtlinien ist es, durch Investitionsanreize den Absatz von Technologien der erneuerbaren Energien zu stärken und so dazu beizutragen, die Kosten dieser zu senken und ihre Wirtschaftlichkeit zu verbessern. Wie aus der Mitteilung hervorgeht, können ab dem 1. September 2008 im KfW-Programm Anträge - in der Regel über die Hausbank - gestellt werden. Auch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) kann nun ab sofort Anträge von gewerblichen Antragstellern bewilligen. Bereits vorliegende Anträge werden in der Bearbeitung vorgezogen. Förderfähig sind große solarthemische Anlagen ab 40 Quadratmeter Bruttokollektorfläche in Mehrfamilienhäusern oder Nichtwohngebäuden, große Biomasse-Anlagen über 100 Kilowatt Nennwärmeleistung, Anlagen zur Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität, Biogasleitungen für unaufbereitetes Biogas, Tiefengeothermie-Anlagen sowie Nahwärmenetze und große Wärmespeicher, beide für Wärme aus erneuerbaren Energien. Wie der Internetseite des Bundesumweltministeriums www.erneuerbare-energien.de zu entnehmen ist, sind die Anträge vor Vorhabensbeginn auf den dafür vorgesehenen Vordrucken über die örtlichen Kreditinstitute (Hausbanken) bei der KfW-Förderbank beziehungsweise direkt bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (für Kommunen) einzureichen. Als Vorhabensbeginn gilt der Abschluss eines der Ausführung zuzurechnenden Lieferungs- oder Leistungsvertrages. Planungsleistungen dürfen vor Antragstellung erbracht werden, notwendige Reservierungen von Geräten, Investitionsgütern oder Dienstleistungen sind erlaubt. Zudem gelten die Regelungen der KfW. Eine aktuelle Übersicht zu den förderfähigen Maßnahmen und deren Förderung mit einem Investitionszuschuss (Antragstelle: Bundesamt für Wirtschaft) oder mit einem Tilgungszuschuss (Antragstelle: KfW-Förderbank über jede beliebige Hausbank) steht unter ww.taspo.de (Passwort: Ladenbau) zum Herunterladen bereit; ebenso die Broschüre "Fördergeld 2008 für Energieeffizienz und erneuerbare Energien" mit Informationen zu den Förderprogrammen des Bundes, der Länder und der Kommunen für Privatpersonen, Gewerbe und Industrie sowie öffentliche Einrichtungen.