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Forschungsprojekt: Trockenresistente Eichen für den Wald der Zukunft

Schon jetzt hat der Klimawandel Auswirkungen auf den Wald. Extrem heiße und trockene Sommer wie im Jahr 2003 machen die Bäume anfällig für Schädlingsbefall und eine Absenkung des Grundwasserspiegels, wie im hessischen Ried, erschwert die Aufforstung. Trockenresistente Eichenarten, wie sie im Mittelmeerraum vorkommen, sind an diese Bedingungen besser angepasst als unsere heimischen Buchen und Eichen. Daher versucht das im Rahmen der Loewe Initiative gegründete Forschungszentrum "Biodiversität und Klimawandel" diese Arten jetzt auch hier heimisch zu machen. In einem Kooperationsprojekt der Goethe Universität mit dem Forschungsinstitut Senckenberg (FIS), dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und der ECT Flörsheim GmbH werden daher trockenresistentere Eichenarten aus dem süd- und südosteuropäischen Raum angepflanzt, um zu prüfen, ob sie als hiesige Waldbäume tauglich sind. Nach der erfolgreichen Anlage einer Versuchsfläche im Botanischen Garten der Universität im vorigen Jahr werden nun in Feldversuchen auf Versuchsflächen im Raum Lampertheim (Südhessen) und im Stadtwald Rüsselsheim trockenresistentere Eichenarten angepflanzt: die wintergrüne Steineiche (Quercus ilex aus Frankreich), zwei wintergrüne Eichen-Hybriden (Q. x turneri und Q. x hispanica) und die laubwerfenden Arten Flaumeiche (Q. pubescens vom Kaiserstuhl) und Ungarische Eiche (Q. frainetto aus Südosteuropa). Durch die gezielte Anpflanzung solcher Arten kann das natürliche Vordringen wärme- und trockentoleranterer Waldbäume nach Norden in der Folge des Klimawandels beschleunigt werden. Die Forscher erwarten, dass sich dann - anders als bei der Pflanzung völlig gebietsfremder Baumarten, wie zum Beispiel der nordamerikanischen Douglasfichte - auch zügig stabile Ökosysteme bilden.