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Forschungsprojekt: Wie wirken sich extreme Wetterlagen auf die Landwirtschaft aus?

Extreme Wetterlagen wie Hitze, Dürre, Sturm, Überschwemmungen, Hagel oder Frost können dem deutschen Gartenbau sowie der Land- und Forstwirtschaft erheblichen Schaden zufügen. Um fundierte Informationen über solche Extremwetterlagen zu erhalten, hat das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) ein Forschungsprojekt in Auftrag gegeben, das den Ursachen und Auswirkungen extremer Witterung auf den Grund geht. 

Welcher Gefährdung sind die einzelnen Regionen durch die Kombination von bestimmten Extremwetterlagen und den jeweils angebauten Kulturen ausgesetzt? Foto: Jürgen Fälchle – Fotolia.com

Während die langfristigen und globalen Auswirkungen des Klimawandels sehr gut erforscht sind, gibt es für die regional stark variierenden Extremwetterlagen infolge des Klimawandels bislang keine belastbaren Forschungsergebnisse. „Mit unserem Forschungsprojekt sammeln wir wichtige Erkenntnisse für die mögliche Zunahme und Verteilung von Extremwetterlagen sowie deren Folgen und mögliche Anpassungsmaßnahmen“, sagte Aigner.

Das Forschungsprojekt des BMELV zielt darauf ab, das künftige Auftreten von Extremwetterlagen und ihre Auswirkungen auf die deutsche Land- und Forstwirtschaft einschließlich dem Ökolandbau und dem Anbau von Sonderkulturen wie beispielsweise Wein, Obst und Hopfen abzuschätzen. Außerdem werden Anpassungsmaßnahmen sowohl für einzelne landwirtschaftliche Betriebe als auch für das öffentliche Risikomanagement und die Politik entwickelt.

Der Schwerpunkt dieses Projekts mit dem Titel „Agrarrelevante Extremwetterlagen und Möglichkeiten von Risikomanagementsystemen“, das vom von Thünen-Institut, dem Julius Kühn-Institut sowie dem Deutschen Wetterdienst durchgeführt wird, liegt auf der regionalisierten Betrachtung. Die Projektergebnisse werden zu Beginn des Jahres 2015 erwartet. (ts/bmelv)