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Forschungsverbund Zineg: Lehrschau zur Energiewende im Gartenbau

Der Forschungsverbund "Zukunftsinitiative Niedrigenergiegewächshaus" (Zineg) präsentiert auf der IPM 2014 in Halle 1a Green City, seine Ergebnisse aus über vier Jahren Forschungsarbeit. Innovative und zukunftsweisende Entwicklungen aus den Bereichen Energienutzung, Energieeffizienz und neue an die Energiekonzepte angepassten Kulturverfahren werden über den gesamten Messe-Zeitraum am Stand des Infocenters Gartenbau zu sehen sein.

Forschungsschwerpunkte wie "geschlossene Betriebsweise von Gewächshäusern" aus Berlin, "Maximale Wärmedämmung von Gewächshäusern" aus Hannover, "CO2-neutrale Energieversorgung von Gewächshäusern" aus München beziehungsweise Neustadt an der Weinstraße sowie der Einsatz einer "Wärmeschutzverglasung" aus Osnabrück" zeigen was im Bereich des Phytomonitorings, der Prozessdokumentation und der angepassten Pflanzenproduktion erreicht wurde.

Die Aufgabe der ökonomischen und ökologischen Begleitforschung im Rahmen des Zineg-Projektes ist es, die technischen Lösungskonzepte für ein Niedrigenergiegewächshaus daraufhin zu überprüfen, ob und in welchem Umfang sie Beiträge für die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsbedingungen deutscher Unterglasbetriebe liefern. Der Wissenstransfer in die Praxis spielt dabei eine entscheidende Rolle. Auf der IPM haben Gärtner die Möglichkeit, die Zineg-Technologien mit bestehenden Produktionsgewächshäusern zu vergleichen und mit Experten zu diskutieren.

Von der Fachhochschule Erfurt werden die Projekte "Entwicklung von Latentwärmespeichern und Wärmesystemen für die effiziente Nutzung von Solarenergie unter Glas und Folie" und "Innovative Klimatisierung von Gewächshäusern mit oberflächennaher Erdwärme" präsentiert. Die Lehr- und Versuchsanstalt Heidelberg informiert über den Wärmemengenbedarf in unter-schiedlich isolierten Gewächshäusern. Vergleichend dargestellt wird das Öl-Äquivalent pro Pflanze von Poinsettien, die in einem einfach verglasten Gewächshaus mit einem Energieschirm sowie in einem neu erbauten Energiegewächshaus mit Doppeleindeckung und doppeltem Energieschirm kultiviert wurden.

Sechs Nordsee-Anrainerstaaten haben sich im Rahmen des EU-Interreg IVB-Projektes "Green-Growing" zu einem transnationalen Bündnis zusammengeschlossen, um die Wettbewerbsfähigkeit ihrer gartenbaulichen Produktionsbetriebe langfristig zu stärken. Unter der Leitung der Universität Aarhus arbeiten acht Institutionen aus Belgien, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Norwegen und Schweden vor allem an der Weiterentwicklung moder-ner Gewächshaus-Technologie. Das Ziel ist klar formuliert: die Senkung des Energieverbrauchs und der CO2-Emissionen bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität des Unterglas-Anbaus.

Als niedersächsische Projektpartner sind die Landwirtschaftskammer Niedersachsen und die Hochschule Osnabrück beteiligt. Ein belgisches Niedrigenergiegewächshaus wird auf der Lehrschau vorgestellt. Das Energieportal wird 2014 in die Lehrschau integriert und rundet das Energie-Thema ab und bietet bereits jetzt Informationen zu den ausgestellten Projekten. (ts) Kontakt: www.energieportal-hortigate.de